Bühneneingang – Kultur von innen

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#119 Timothée Chalamet und die Oper: Ist klassische Kunst wirklich tot? - mit Lotte De Beer

Folge 119 · Dauer 35:27 mins ·

#119 Timothée Chalamet und die Oper: Ist klassische Kunst wirklich tot? - mit Lotte De Beer

Anfang des Jahres sorgte Hollywoodstar Timothée Chalamet mit einer Bemerkung über Oper und Ballett für eine weltweite Debatte. Opernhäuser antworteten mit Humor, Einladungen und Rabattcodes. Dahinter steht eine ernste Frage: Erreichen Oper und Ballett junge Menschen heute überhaupt noch? In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Lotte de Beer, Direktorin und künstlerische Geschäftsführerin der Wiener Volksoper. Es geht darum, was sich im Haus seit ihrer Übernahme 2022 verändert hat und wie sich ein Theater öffnen kann, ohne sein Profil zu verlieren. Außerdem: Was bringen U30-Tickets, Singalongs und Co. wirklich, und welche Rolle spielen Digitalisierung und Schule? Auch Hürden jenseits des Preises wie Vorwissen, Sprache, Dresscode und das Gefühl, nicht dazuzugehören, kommen zur Sprache. Dazu geht es um die Balance zwischen Operette, Musical und neuen Formaten, um Aktualität im Spielplan und um den Ausblick auf die zweite Amtszeit ab 2027/28. Und natürlich um die Frage, welche Vorstellung de Beer Timothée Chalamet zeigen würde. Foto: David Payr

#118 „Kunst ist Zumutung“: Über Macht, Kulturpolitik, Personal und das Klavierspielen - mit Oliver Scheytt

Folge 118 · Dauer 1:02:24 mins ·

#118 „Kunst ist Zumutung“: Über Macht, Kulturpolitik, Personal und das Klavierspielen - mit Oliver Scheytt

#117 „Fit sein heißt eigentlich nichts – und alles“: Über Kultur, Körper und Kontrolle - mit Silvia Pistotnig

Folge 117 · Dauer 33:31 mins ·

#117 „Fit sein heißt eigentlich nichts – und alles“: Über Kultur, Körper und Kontrolle - mit Silvia Pistotnig

#116 GASTSPIEL //  Ganz offen gesagt: Über den "Kultureuro"

Folge 116 · Dauer 54:30 mins ·

#116 GASTSPIEL // Ganz offen gesagt: Über den "Kultureuro"

#115 Sechsunddreißig jüdische Frauen, eine abgesagte Buchpräsentation - mit Danielle Spera

Folge 115 · Dauer 29:52 mins ·

#115 Sechsunddreißig jüdische Frauen, eine abgesagte Buchpräsentation - mit Danielle Spera

Bühneneingang - Kultur von innen

Fabian Burstein öffnet den Bühneneingang und gewährt einen unverstellten Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs. Dabei interessiert er sich für Strukturen, Missstände, politische Entscheidungen und mächtige Persönlichkeiten. Wechselnde Gäste liefern Innenansichten einer Branche, die das Licht der Öffentlichkeit sucht – und trotzdem viel zu verbergen hat.

Podcast

#114 Kein Einzelfall: Was 60 Erlebnisschilderungen über Theaterarbeit erzählen - mit Charlotte Koppenhöfer

Folge 114 · Dauer 54:21 mins

#114 Kein Einzelfall: Was 60 Erlebnisschilderungen über Theaterarbeit erzählen - mit Charlotte Koppenhöfer

Charlotte Koppenhöfer, Organisationsberaterin und Obfrau von „Das zeitgemäße Theater“, erläutert den ersten Jahresbericht der unabhängigen Plattform: 60 dokumentierte Erlebnisschilderungen aus neun öffentlich geförderten Theaterinstitutionen enthalten 84 rechtlich relevante Sachverhalte. Besonders brisant: 85 Prozent der geschilderten Vorfälle wurden nicht den jeweiligen Direktionen gemeldet. Warum vertrauen Beschäftigte nicht den internen Beschwerdesystemen? Weshalb fehlen Organigramme, transparente Zuständigkeiten und klar definierte Eskalationswege? In Folge 114 geht es um ehrenamtliche Vereinsarbeit, Schutzstrukturen in der Kultur und die Frage, wie Kunstfreiheit und sichere Arbeitsbedingungen zusammengehen.

mit Fabian Burstein · 25. September 2026

#113 "Hier ist euer Haus": Wie das Theater der Jugend Vertrauen und Publikum zurückgewinnen will - mit Aslı Kışlal

Folge 113 · Dauer 49:24 mins

#113 "Hier ist euer Haus": Wie das Theater der Jugend Vertrauen und Publikum zurückgewinnen will - mit Aslı Kışlal

Aslı Kışlal übernimmt das Theater der Jugend Wien nach turbulenten Zeiten und setzt auf eine „lernende Institution“, neue Formen der Theatervermittlung und ein Haus, das Kinder und Jugendliche als kritische Begleiter:innen ernst nehmen will. In Folge 113 geht es um Publikumsschwund, die verlorene Zielgruppe 15+, Einzelkarten statt reiner Abo-Logik und die Frage, was Theater von TikTok, Games und Netflix lernen kann. Asli Kışlal spricht außerdem über postmigrantische Zuschreibungen, den Neustart mit langjährigen Teammitgliedern, Vertrauen nach der Krise und ihren ersten Spielplan zwischen Kinderliteratur, Graphic Novel, Tanztheater und zeitgenössischen Geschichten.

mit Fabian Burstein · 18. September 2026

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#112 NICHT VERLÄNGERT II: Der Intendant der Oper Graz spricht Klartext - mit Ulrich Lenz

Folge 112 · Dauer 1:07:12 mins

#112 NICHT VERLÄNGERT II: Der Intendant der Oper Graz spricht Klartext - mit Ulrich Lenz

Ulrich Lenz spricht in Folge 112 erstmals ausführlich über die überraschende Nichtverlängerung seiner Intendanz an der Oper Graz. Der Opernchef beschreibt widersprüchliche Signale vor dem Hearing und ein Verfahren, das er nach drei erfolgreichen Jahren mit „Fassungslosigkeit“ zur Kenntnis nimmt. Im Zentrum stehen die Bühnen Graz und ihr Holding-Chef, politische Netzwerke in der Findungsjury und die Frage, wie unabhängig Intendant:innenbestellungen im österreichischen Kulturbetrieb tatsächlich sind. Zugleich geht es um die Zukunft der Oper Graz: Um künstlerisches Risiko, seltenes Repertoire, die Öffnung zur Stadtgesellschaft und den Druck, trotz knapper Budgets große Oper möglich zu machen.

mit Fabian Burstein · 11. September 2026

#111 "Das Hirn aufreißen": Über die politische Rolle der Auslandskultur - mit Sepp Schellhorn

Folge 111 · Dauer 1:09:07 mins

#111 "Das Hirn aufreißen": Über die politische Rolle der Auslandskultur - mit Sepp Schellhorn

Sepp Schellhorn, Staatssekretär im Außenministerium für Deregulierung, Entbürokratisierung und Auslandskultur, spricht über Kulturdiplomatie als Brücke – und als Schutzraum für Kunstfreiheit. Im Mittelpunkt stehen Österreichs Kulturforen, internationale Konflikte, die Forderung nach einem eigenständigen Kunst- und Kulturministerium sowie die Salzburger Festspiele zwischen Exzellenz, öffentlicher Förderung und Intendantenstreit. Außerdem gibt Sepp Schellhorn seltene Einblicke in die Mechanismen des Regierens, spricht offen über seine Bewerbung als Präsident der Salzburger Festspiele 2021 und bringt die Stefan-Zweig-Villa inmitten des Tauziehen um eine neue Nutzung als europäischen Diskursort ins Spiel. Episode 111 ist ein streitbares Gespräch über politische Verantwortung, transparente Kulturförderung, die Freiheit der Kunst und die Frage, wie Österreich seine kulturelle Stärke nach innen wie nach außen verteidigt.

mit Fabian Burstein · 04. September 2026

#110 Islamismus im Pop-Gewand: Wie Extremisten Jugendkultur kapern - mit Stefan Kaltenbrunner

Folge 110 · Dauer 52:18 mins

#110 Islamismus im Pop-Gewand: Wie Extremisten Jugendkultur kapern - mit Stefan Kaltenbrunner

Stefan Kaltenbrunner, Journalist und Co-Autor von „Allahs mächtige Influencer“, erklärt, warum CSDs, Konzerte und queere Events für islamistische Täter symbolische Anschlagsziele sind – von Bataclan und Manchester bis zu den vereitelten Anschlägen auf Taylor-Swift-Konzerte in Wien. Im Fokus stehen TikTok, Gaming, Gangster-Rap-Ästhetik, die Mechanismen digitaler Radikalisierung - und wie extremistische Influencer Zugehörigkeit, Männlichkeit und Opfererzählungen für ihre Mobilisierung nutzen. Eine Folge über Terrorismus, Social Media, Frauen- und Queerfeindlichkeit, Behördenversagen und die Frage, wie eine liberale Gesellschaft ihre humanistischen Werte verteidigt, ohne muslimische Communities pauschal unter Verdacht zu stellen.

mit Fabian Burstein · 28. August 2026

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Kooperationen und Beratung an der Schnittstelle von Kultur, Technologie und Bildung.

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#109 Funkstille trotz Lehrer:innenmangels: Wie geht's eigentlich der Kulturellen Bildung zum Schulstart?

Folge 109 · Dauer 25:19 mins

#109 Funkstille trotz Lehrer:innenmangels: Wie geht's eigentlich der Kulturellen Bildung zum Schulstart?

Rechtzeitig zum Schulstart 2026 meldet das österreichische Bildungsministerium Fortschritte beim Lehrer:innen-Mangel. Doch wie sieht die Lage insgesamt und im Speziellen in Fächern wie Deutsch, Musik, Kunst & Gestaltung und digitaler Grundbildung tatsächlich aus? Folge 109 verbindet das Thema kulturelle Bildung mit einem Selbstversuch im österreichischen Quereinsteiger:innenprogramm: Zertifizierung für Deutsch erhalten, 16 Bewerbungen abgeschickt, 15 davon bis kurz vor Schulbeginn unbeantwortet: Keine Zu- oder Absage, keine Zwischenmeldung, kein Gespräch. Die Folge fragt nach, bei undurchsichtigen Zahlen, Recruiting, Datenschutz im Online-Hearing, unbesetzten Unterrichtsstunden und der politischen Rolle von kultureller Bildung. Eine Anfrage an Bildungsminister Christoph Wiederkehr von den NEOS blieb im Wesentlichen unbeantwortet.

mit Fabian Burstein · 21. August 2026

#108 UPDATE: Vergleich in der Causa Birkmeir vs. Pesl ... und was das mit dem Schauspielhaus Wien zu tun hat

Folge 108 · Dauer 18:13 mins

#108 UPDATE: Vergleich in der Causa Birkmeir vs. Pesl ... und was das mit dem Schauspielhaus Wien zu tun hat

Ein Vergleich beendet das Verfahren zwischen dem ehemaligen Theater-der-Jugend-Direktor Thomas Birkmeir und dem Journalisten Martin Pesl. Doch das Update zu Folge 99 führt zu größeren Fragen: Wie autonom sind öffentlich geförderte Kulturvereine wirklich? Und warum gelten bei Theater der Jugend und Theaterverein Wien offenbar unterschiedliche Maßstäbe? Eine Solo-Folge über Verdachtsberichterstattung, brisante Zeug:innen, Kulturpolitik, das Schauspielhaus Wien und den kulturpolitischen Maschinenraum der Stadtregierung.

mit Fabian Burstein · 18. August 2026

#107 Sparzwang, Rücktritte und ein umstrittener Kulturstaatsminister: Zur Lage der Kulturnation Deutschland - mit Peter Grabowski

Folge 107 · Dauer 1:01:38 mins

#107 Sparzwang, Rücktritte und ein umstrittener Kulturstaatsminister: Zur Lage der Kulturnation Deutschland - mit Peter Grabowski

Peter Grabowski, profilierter Kommentator u.a. für WDR und Deutschlandfunk Kultur, seziert pointiert die deutsche Kulturpolitik: Vom föderalen Systemcheck zwischen Bund, Ländern und Kommunen über die „freiwillige Leistung“ Kultur bis hin zu politischer Einflussnahme auf Förderjurys. Im Fokus von Folge 107 stehen der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, die Berliner Förderaffären, "extremistische" Buchhandlungen, Kunstfreiheit und der rechte Kulturkampf - sowie die Frage, warum demokratische Gesellschaften unabhängige Kultur, transparente Förderentscheidungen und kritischen Kulturjournalismus dringender denn je benötigen.

mit Fabian Burstein · 14. August 2026

#106 Zwischen Anbiederung und kritischer Kulturberichterstattung: Der intransparente Kampf um Pressetickets - mit Axel Brüggemann

Folge 106 · Dauer 46:27 mins

#106 Zwischen Anbiederung und kritischer Kulturberichterstattung: Der intransparente Kampf um Pressetickets - mit Axel Brüggemann

Kulturkritiker und Musikvermittler Axel Brüggemann spricht über einen „neuen Kritiker‑Deal“: Folge 106 verhandelt Kulturjournalismus zwischen Paywall und Influencer‑Marketing, die Doppelrolle von Journalist:innen als Kritiker:innen und bezahlte Programmheft‑Autor:innen und die Intransparenz staatlich subventionierter Häuser, wenn es um Presseeinladungen und Öffentlichkeitsarbeit geht. Rechtzeitig zur Sommer-Festivalsaison dreht sich alles um Compliance und die Idee eines Transparenzportals für Pressekarten, um den Kulturbetrieb als entgrenzte Community mit undurchsichtigen Loyalitätsverhältnissen und um die Forderung, Kultur nicht als Wohlfühl‑Blase, sondern als Streitfeld mit echtem Veränderungspotenzial zu begreifen.

mit Fabian Burstein · 07. August 2026

#105 ZUGABE // Machtsystem Kultur: Ein Tabubruch - mit Christine Bauer-Jelinek

Folge 105 · Dauer 56:21 mins

#105 ZUGABE // Machtsystem Kultur: Ein Tabubruch - mit Christine Bauer-Jelinek

ZUGABE vom 30. August 2024. Neue Folgen erscheinen im August 2026. Machtkämpfe, Machtmissbrauch, Ohnmachtsgefühle: Immer wieder gerät der Kulturbetrieb in Turbulenzen, die unmittelbar mit dem Thema "Macht" zu tun haben. Aber ist ein Kultursystem ohne Macht überhaupt denkbar? Welche Spielregeln müssen wir beachten, damit uns die destruktive Seite der Macht nicht überrollt? Fehlt uns im Kulturbetrieb vielleicht so etwas wie „Machtkompetenz“? Christine Bauer-Jelinek, Coach und Autorin mit dem Schwerpunkt Macht, gibt Einblicke in ein tabuisiertes Feld.

mit Fabian Burstein · 31. Juli 2026

#104 ZUGABE // Inklusion als Barriere für den Kulturbetrieb - mit Samuel Koch

Folge 104 · Dauer 47:30 mins

#104 ZUGABE // Inklusion als Barriere für den Kulturbetrieb - mit Samuel Koch

ZUGABE vom 12. Juli 2024. Neue Folgen erscheinen im August 2026. Die so genannte „Niederschwelligkeit“ gehört zu den großen Veränderungsversprechen des Kulturbetriebs. Aber wie sieht die Realität auf, hinter und vor der Bühne aus? Mit Samuel Koch ist ein Künstler zu Gast, der sich eigentlich nicht über sein Leben im Rollstuhl definiert - und gerade deshalb eine besonders gewichtige Stimme in der Inklusionsdebatte hat.

mit Fabian Burstein · 24. Juli 2026

#103 Ein Sommer in fünf Büchern - mit Katia Schwingshandl

Folge 103 · Dauer 54:07 mins

#103 Ein Sommer in fünf Büchern - mit Katia Schwingshandl

Am Bühneneingang gehört das klassische Rezensionsformat weiterhin nicht zum Standardrepertoire – doch der bevorstehende Sommer ruft nach ordentlichen Empfehlungen. Statt Sternchenvergaben und Neuerscheinungsdruck gibt es wieder eine "Carte blanche" für Buchkultur‑Chefredakteurin Katia Schwingshandl. Sie hat fünf Titel mit ins Studio gebracht, die sie in den vergangenen Monaten besonders beeindruckt haben. Folge 103 feiert die Kulturtechnik Lesen und verrät auch viel über den Blick einer Literaturjournalistin, die lieber über subjektive Erfahrungen und gesellschaftliche Zusammenhänge spricht, als über Verkaufszahlen und Hypes.

mit Fabian Burstein · 17. Juli 2026

#102 Bühne der Macht: Ein Festival hält dem Kulturbetrieb den Spiegel vor - mit Cornelia Rainer

Folge 102 · Dauer 45:15 mins

#102 Bühne der Macht: Ein Festival hält dem Kulturbetrieb den Spiegel vor - mit Cornelia Rainer

Cornelia Rainer, Regisseurin und Autorin, spricht über ihr monothematisches Kulturfestival „Bühne der Macht“ in der kleinen Kärntner Ortschaft St. Daniel. Folge 102 beschäftigt sich mit strukturellen Machtverhältnissen im Kulturbetrieb, mit Tabuisierung von Macht und mit alltagsnahen Machtritualen an öffentlichen Orten wie zum Beispiel einem Zebrastreifen. Es geht außerdem um Theater im ländlichen Raum, um die lohnende Arbeit mit Jugendlichen aus der Region, um den Schulterschluss von Kunst und Philosophie und um die Frage, wie sich Netzwerke rund um das Thema Machtkompetenz-Vermittlung formieren könnten.

mit Fabian Burstein · 10. Juli 2026

#101 Das Publikum, das fehlt: Wie die "Theatertanten" eine kulturelle Lücke schließen - mit Stefan Konrad

Folge 101 · Dauer 55:01 mins

#101 Das Publikum, das fehlt: Wie die "Theatertanten" eine kulturelle Lücke schließen - mit Stefan Konrad

Stefan Konrad macht mit den "Theatertanten" etwas, das viele Kulturhäuser noch nicht schaffen: Er holt Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern, Alleinerziehende und Menschen in finanziell belasteten Situationen ins Theater – und zwar als selbstverständlichen Teil des Publikums. In Folge 101 geht es um die Frage, wer sich im Theater zu Hause fühlen darf und warum Inklusion mehr ist als barrierefreies Bauen. Stefan Konrad spricht über sein Verhältnis zu "Relaxed Performances", über Machtverhältnisse im Zuschauerraum, über die Lücke zwischen Kulturförderung und sozialer Realität – und darüber, wie aus scheinbar kleinen Details eine Dramaturgie der Begegnung entsteht.

mit Fabian Burstein · 03. Juli 2026

#100 Was 30 Jahre "Heinz aus Wien" über die Pop- und Medienszene des Landes verraten – mit Michi Gaissmaier

Folge 100 · Dauer 1:15:40 mins

#100 Was 30 Jahre "Heinz aus Wien" über die Pop- und Medienszene des Landes verraten – mit Michi Gaissmaier

Michi Gaissmaier gehört als Sänger und Gitarrist der Band Heinz aus Wien zu den prägenden Stimmen der Wiener Pop- und Indieszene. In dieser 100. Jubiläumsfolge des Bühneneingangs blickt er auf 30 Jahre Bandgeschichte zurück – vom Debüt "Welsfischen am Wolgadelta" über Tourneen in Österreich und Deutschland bis hin zur medialen Aufbruchsstimmung der frühen Nullerjahre. Es geht um die Anfänge einer österreichischen Indie-Rockband mit späterem Major-Deal, um Sehnsuchtsorte im Nachtleben, um die Rolle der „Sendung ohne Namen“ für unterschiedliche Medienkarrieren und um den ständigen Rollenwechsel zwischen Bühne, Projektmanagement und Unternehmertum. Michi Gaissmaier erzählt, wie sich Szene, Radiolandschaft und Musikwirtschaft verändert haben, warum Pop in der Kulturnation Österreich mehr Aufmerksamkeit braucht und was österreichische Musik unter Veränderungsdruck leisten muss, um überhaupt sichtbar zu bleiben.

mit Fabian Burstein · 26. Juni 2026

#99 Kulturjournalismus vor Gericht: Die Causa Birkmeir vs. Pesl

Folge 99 · Dauer 21:06 mins

#99 Kulturjournalismus vor Gericht: Die Causa Birkmeir vs. Pesl

Ausgangspunkt dieser Episode ist eine Klage von Thomas Birkmeir, langjähriger Direktor des Theaters der Jugend, gegen den Kulturjournalisten Martin Pesl – wegen eines FALTER-Artikels, den Pesl zusätzlich auf eigenen Kanälen veröffentlicht hat. Folge 99 zeichnet nach, welche medial behandelten Vorwürfe gegen Birkmeir im Raum stehen, wie Pesls strittiger Text die Debatte rund um das Theater der Jugend zuspitzt und an welchen Formulierungen und Veröffentlichungsformen Birkmeirs Anwält:innen einen Entschädigungsanspruch festmachen. Es geht außerdem um das Mediengesetz, um Verdachtsberichterstattung, um die Frage, ab wann journalistische Inhalte als üble Nachrede gewertet werden – und vor allem darum, welche rechtlichen und finanziellen Risiken insbesondere freie Journalist:innen eingehen, wenn sie Missstände im Kulturbetrieb zum Thema machen.

mit Fabian Burstein · 19. Juni 2026

#98 Streams vor Ort, Cash bei den Plattformen: Welche Antworten hat die Kulturpolitik? - mit Sabine Reiter & Eva-Maria Bauer

Folge 98 · Dauer 1:01:48 mins

#98 Streams vor Ort, Cash bei den Plattformen: Welche Antworten hat die Kulturpolitik? - mit Sabine Reiter & Eva-Maria Bauer

Streaming hat die österreichische Musikszene hörbarer gemacht – aber nicht zwingend zahlungsfähiger. In Folge 98 mit Sabine Reiter, Geschäftsführerin von mica austria, und Eva-Maria Bauer, Präsidentin des Österreichischen Musikrats, geht es darum, wie die großen Player der Musikindustrie mit heimischen Acts umgehen, wer in Österreich an Rechten, Verträgen und Förderungen mitverdient und warum viele Akteur:innen nachwievor mit prekären Budgets hantieren. Außerdem dreht sich das Gespräch um die Frage, wo der schmale Grat zwischen Kultur- und Wirtschaftspolitik verläuft und was die von der österreichischen Bundesregierung geplante Streaming-Abgabe wirklich bewirken könnte.

mit Fabian Burstein · 12. Juni 2026

#97 ORF III und das "Lizenzkarussell" - mit Michael Nikbakhsh

Folge 97 · Dauer 1:00:07 mins

#97 ORF III und das "Lizenzkarussell" - mit Michael Nikbakhsh

Kurz vor der Wahl des neuen ORF Generaldirektors widmet sich Folge 97 Enthüllungen des Investigativ-Podcasts "Die Dunkelkammer" und der Tageszeitung "Der Standard", die just den Kultur-Spartenkanal ORF III betreffen. Es geht um den Verdacht gekaufter Berichterstattung, um ungewöhnliche Lizenzmodelle in die auch Kulturbetriebe involviert waren und um die Frage, was all das mit der Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks macht. Zu Gast ist Michael Nikbakhsh, dem ein umfassendes Daten-Konvolut mit brisanten Inhalten zugespielt wurde.

mit Fabian Burstein · 05. Juni 2026

#96 "Im Nachhinein bin ich auch sehr überrascht, was zum Teil nicht da war": Über den Neustart der Vertrauensstelle vera* - mit Meike Lauggas

Folge 96 · Dauer 1:09:54 mins

#96 "Im Nachhinein bin ich auch sehr überrascht, was zum Teil nicht da war": Über den Neustart der Vertrauensstelle vera* - mit Meike Lauggas

In Folge 96 ist die Co‑Geschäftsführerin des Kunst- und Kulturzweigs der Vertrauensstelle vera*, Meike Lauggas, zu Gast. Im Zentrum steht die Frage, wie struktureller Machtmissbrauch, Belästigung und Gewalt im Kulturbetrieb sichtbar werden – und welche Rolle unabhängige Vertrauensstellen für Betroffene spielen. Meike Lauggas erläutert, wie vera* einen Neustart mit Doppelspitze organisiert hat, inwiefern Beratung und Prävention als separate Bereiche geführt werden müssen und warum klare Zuständigkeiten für den Schutz von Betroffenen entscheidend sind. Außerdem geht es um die anhaltende Kritik an vera* und die entsprechenden Weiterentwicklungen, geteilte Verantwortung in Institutionen und um die Festlegung, dass belästigte Personen keine Verpflichtungen haben.

mit Fabian Burstein · 29. Mai 2026

#95 NICHT VERLÄNGERT: Innenansichten aus der Causa Schauspielhaus Wien - mit Martina Grohmann & Tobias Herzberg

Folge 95 · Dauer 1:17:57 mins

#95 NICHT VERLÄNGERT: Innenansichten aus der Causa Schauspielhaus Wien - mit Martina Grohmann & Tobias Herzberg

In Folge 95 meldet sich erstmals das nicht verlängerte Leitungsteam des Schauspielhauses Wien zu Wort: Tobias Herzberg und Martina Grohmann sprechen stellvertretend für das Viererteam über ein Verfahren, an dessen Beginn eine Stellenausschreibung für eine Institution stand und bei dem letztlich eine Verschränkung von zwei Bühnen herausgekommen ist. Sie liefern Innenansichten aus dem Hearing, schildern, wie sie von ihrer Nicht-Verlängerung erfahren haben und begründen, warum sie den Vorgang als Bruch mit fairen Bedingungen in Besetzungsverfahren empfinden. Im Zentrum steht auch die Fragen, wer in Wien bei Leitungsfunktionen tatsächlich entscheidet, welche Rolle Jury, Eigentümerverhältnisse und Politik gespielt haben – und ob der Kulturstandort Wien beschädigt wurde.

mit Fabian Burstein · 22. Mai 2026

#94 NACHGEFRAGT: Schauspielhaus Wien, TEATA und die Frage, wer eigentlich das Sagen hat

Folge 94 · Dauer 24:59 mins

#94 NACHGEFRAGT: Schauspielhaus Wien, TEATA und die Frage, wer eigentlich das Sagen hat

In Folge 94 fragt der Bühneneingang nach – und zwar dort, wo es bislang auffallend still war. Ausgangspunkt ist die Besetzung des Schauspielhauses Wien: Sara Ostertag, künstlerische Leiterin des TEATA, übernimmt zusätzlich das Schauspielhaus. Die zuständige Kulturstadträtin präsentiert eine gemeinsame Dachmarke – obwohl die beiden Häuser unterschiedlichen Eigentümer:innen gehören. Fabian Burstein fasst die Causa zusammen, stellt die Grundsatzfrage nach fairen Ausschreibungen und Transparenz und konfrontiert den bislang kaum gehörten Theaterverein Wien mit sehr konkreten Fragen zu Mitsprache, Vollmachten, Verträgen und Interessenkonflikten.

mit Fabian Burstein · 13. Mai 2026

#93 "Engagiertes Scheitern": Über Digitalrecht, Hass im Netz und KI - mit Nikolaus Forgó

Folge 93 · Dauer 1:03:50 mins

#93 "Engagiertes Scheitern": Über Digitalrecht, Hass im Netz und KI - mit Nikolaus Forgó

Nikolaus Forgó, Professor für Technologie- und Immaterialgüterrecht an der Universität Wien, spricht über den Zustand des Digitalrechts zwischen engagiertem Scheitern und notwendiger Reform. Im Zentrum stehen Durchsetzungslücken bei Hass im Netz, die Rolle zivilgesellschaftlicher Stellen wie ZARA, der kulturelle Wandel im Sog von KI sowie die Frage, wo der Staat Verantwortung an NGOs auslagern sollte. Folge 93 beleuchtet außerdem, was Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrechte im digitalen Raum bedeuten und welche Bausteine für eine digital und kulturell wirksame Rechtsreform notwendig wären.

mit Fabian Burstein · 08. Mai 2026

#92 NACHGEFRAGT: Was sagt Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler zur Theaterstatistik?

Folge 92 · Dauer 24:44 mins

#92 NACHGEFRAGT: Was sagt Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler zur Theaterstatistik?

Eine schriftliche Anfrage an Andreas Babler steht im Mittelpunkt von Folge 92. Was sagt der Vizekanzler und Kulturminister zur aktuellen Statistik des Deutschen Bühnenvereins, die auch die österreichischen Besuchszahlen miterhebt und besorgniserregende Entwicklungen offenbart? Ausgangspunkt der Anfrage war Folge 90 mit dem Bremer Publikumsforscher Rainer Glaap, der für den Bühneneingang die österreichischen Daten analysiert und zusammengefasst hat.

mit Fabian Burstein · 29. April 2026

#91 Braucht Wien eine weitere Buchmesse? - mit Jorghi Poll

Folge 91 · Dauer 49:22 mins

#91 Braucht Wien eine weitere Buchmesse? - mit Jorghi Poll

Von der ersten Wiener Indiebuchmesse zum Deep Dive über die Buchbranche und Kulturpolitik: Jorghi Poll, Verleger der Edition Atelier, Mitbegründer der IG Buchmenschen und Mandatar in der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft, beantwortet die Frage, warum eine kriselnde Verlagsbranche ausgerechnet jetzt ein neues Format mit kulturpolitischen Ambitionen braucht. Folge 91 beleuchtet, wie sich eine neue Messe gegenüber etablierten Events wie der Buch Wien positioniert, warum Deutungshoheiten in der Wiener Literaturszene eine besondere Rolle spielen und welche kulturpolitischen Forderungen Jorghi Poll an eine reformierte Literatur- und Verlagsförderung richten würde.

mit Fabian Burstein · 24. April 2026

#90 Das große Theater-Comeback ist abgeblasen: Die neuesten Zahlen des Bühnenvereins - mit Rainer Glaap

Folge 90 · Dauer 1:01:12 mins

#90 Das große Theater-Comeback ist abgeblasen: Die neuesten Zahlen des Bühnenvereins - mit Rainer Glaap

Folge 90 schaut wieder in die Zahlen: Kulturdatenforscher Rainer Glaap analysiert die aktuelle Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins und zeigt, warum das große Publikums-Comeback an Österreichs Bühnen ausgeblieben ist. Im Fokus: sinkende Besuchszahlen seit der Vorsaison, Gewinner und Verlierer unter den Häusern, die Rolle von Wien zwischen Burgtheater, Theater der Jugend und Volkstheater, die veritablen Krisen einzelner Landeshauptstädten, die scheinbar unerreichbaren Zahlen der letzten vorpandemischen Saison und die bange Frage, welche kulturpolitischen Lerneffekte zu erwarten sind.

mit Fabian Burstein · 17. April 2026

#89 Der Kulturkampf der Tech Bros - mit Eveline Steinberger

Folge 89 · Dauer 1:02:14 mins

#89 Der Kulturkampf der Tech Bros - mit Eveline Steinberger

Eveline Steinberger, Unternehmerin, Investorin und Jury-Mitglied von „2 Minuten 2 Millionen“, spricht in Folge 89 über den Kulturkampf der Tech-Bros: Wie Silicon-Valley-Eliten mit neuen Kulturtechniken Politik und Medien beeinflussen, warum Europa deren Narrative übernimmt – und wie sie selbst im Spannungsfeld von Technologie, Kapital und Demokratie ihren Kompass setzt. Thematisiert werden Lobbyismus, Deregulierung, „Werk vs. Person“, die Rolle von Kultur im Widerstand gegen algorithmische Weltbilder – und die Frage, was passiert, wenn sich Ex-Politiker wie Sebastian Kurz in der Tech- und Investment-Szene als neue Visionäre inszenieren.

mit Fabian Burstein · 10. April 2026

#88 Über Kinderkunst, Kulturvermittlung und die Bedeutung von Sahnetorte im Museumsbetrieb - mit Mona Jas

Folge 88 · Dauer 42:52 mins

#88 Über Kinderkunst, Kulturvermittlung und die Bedeutung von Sahnetorte im Museumsbetrieb - mit Mona Jas

Mona Jas ist Künstlerin, Wissenschaftlerin und Direktorin des KinderKunstLabors in St. Pölten. Im Gespräch beschreibt sie, wie sich Institutionen verändern, wenn Vermittlung nicht Nebensache, sondern Herzstück ist. Und sie spricht über das Aushalten von Ambiguität als Grundvoraussetzung für authentische Kulturvermittlung. Folge 88 rückt die Frage in den Fokus, was passiert, wenn junge Menschen nicht als „Zielgruppe“, sondern als Resonanzraum für Kunst und Wirklichkeitsentwürfe verstanden werden.

mit Fabian Burstein · 03. April 2026

#87 Angst vor Männern im Kulturbetrieb - mit Nicole List

Folge 87 · Dauer 56:28 mins

#87 Angst vor Männern im Kulturbetrieb - mit Nicole List

Nicole List gehört zu den sichtbarsten Stimmen der österreichischen Buchbranche. In ihrem Buch "Angst vor Männern" spricht sie offen über Gewalt, Macht, Angst und das Leben in einer Welt, die von Männern für Männer gemacht ist. Folge 87 kreist um die Frage, wie sich Nicole Lists persönliche Erfahrungen mit struktureller Gewalt, toxischer Maskulinität und Machtmissbrauch ganz konkret im Kulturbetrieb, in Medien und insbesondere in aktuellen Causen rund um prominente Männern von Roland Weißmann über Christopher Seiler bis hin zu Christian Ulmen widerspiegeln.

mit Fabian Burstein · 27. März 2026

#86 Was am Bühneneingang passiert, wenn ihr anklopft - mit Fabian Burstein

Folge 86 · Dauer 15:32 mins

#86 Was am Bühneneingang passiert, wenn ihr anklopft - mit Fabian Burstein

In dieser Episode blickt der Bühneneingang auf seine eigene noch junge Geschichte und Positionierung: Woher kommt dieser Podcast, was bedeutet sein Claim „Kultur von innen“ und welche Rolle möchte er im Diskurs rund um Macht, Strukturen und Verantwortung im Kulturbetrieb spielen? Folge 86 lädt Hörer:innen ein, Themenwünsche, Kritik, persönliche Beobachtungen und Hinweise aus dem Inneren der Szene zu teilen und so künftige Folgen mitzugestalten. Außerdem: Warum Unabhängigkeit für diesen Podcast zentral ist und wie Weiterempfehlungen und Mitgliedschaften dazu beitragen können, den Blick hinter die Kulissen langfristig zu sichern.

mit Fabian Burstein · 20. März 2026

#85 Menschenwürde in Kultur und Medien: Ein Plädoyer für den "Rausch der Nüchternheit" - mit Maria Windhager

Folge 85 · Dauer 1:07:47 mins

#85 Menschenwürde in Kultur und Medien: Ein Plädoyer für den "Rausch der Nüchternheit" - mit Maria Windhager

In Folge 85 spricht Medienanwältin Maria Windhager über die Konfliktzone zwischen Kunstfreiheit, Machtmissbrauch und Opferschutz im Kulturbetrieb. Ausgehend vom Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann erklärt sie, warum Strukturen in großen Häusern beim Umgang mit Übergriffen oft versagen und weshalb der Zeitpunkt von Vorwürfen selten eine Intrige, sondern viel eher logischer Teil der Verarbeitung Betroffener ist. Von Otto Mühl bis Florian Teichtmeister, vom Satire-Urteile gegen Florian Scheuba bis zur Recherchekrise des Kulturjournalismus: Anhand ausgewählter Causen und Erfahrungswerte zeigt Maria Windhager, wo Kunstfreiheit endet, Menschenwürde beginnt und welche Rolle Vertrauensstellen, aktivistische Netzwerke und „parteiische“ Beratung spielen.

mit Fabian Burstein · 13. März 2026

#84 "Sie machen einen riesigen Fehler": Verlagsgründung entgegen aller Widerstände - mit Edith Meinhart & Stefan Lassnig

Folge 84 · Dauer 44:20 mins

#84 "Sie machen einen riesigen Fehler": Verlagsgründung entgegen aller Widerstände - mit Edith Meinhart & Stefan Lassnig

Zwischen Verlagsgründung und Investigativjournalismus: In Folge 84 erzählen Medienmanager Stefan Lassnig und „Dunkelkammer“-Host Edith Meinhart, wie aus einem Recherchepodcast über die Nonnen von Goldenstein ein eigenes Buch und schließlich ein neuer Verlag entstanden ist. Die Episode beleuchtet, was eine Verlagsgründung in der Praxis bedeutet. Von Finanzierungsfragen und Margen im Buchhandel, über Abhängigkeiten von großen Plattformen, bis hin zur Sichtbarkeit im Vertrieb und die bange Frage, ob man mit einem einzelnen Sachbuch überhaupt Geld verdienen kann.

mit Fabian Burstein · 06. März 2026

#83 Zwischen Bezirkspolitik und Hoffest: Was Kulturjournalismus im Grätzl leisten kann - mit Elisabeth Hundstorfer

Folge 83 · Dauer 46:33 mins

#83 Zwischen Bezirkspolitik und Hoffest: Was Kulturjournalismus im Grätzl leisten kann - mit Elisabeth Hundstorfer

Kulturjournalismus im Grätzl: In Folge 83 erzählt Elisabeth Hundstorfer, Gründerin der Josefstädter Zeitung „derAchte“, wie Lokaljournalismus, Kulturberichterstattung und Stadtteilarbeit in Wien zusammenwirken. Im Gespräch geht es um die Rolle von Kulturjournalismus im Kleinen, um die Konkurrenz zu großen Bezirkszeitungen, um Medienförderung und Finanzierungsmodelle für Lokalmedien sowie um die Frage, wie nah Kulturjournalismus an der eigenen Nachbarschaft sein kann, ohne seine kritische Distanz zu verlieren.

mit Fabian Burstein · 27. Februar 2026

#82 NACHGEFRAGT: Wie läuft der Kampf für ein "zeitgemäßes Theater"? - mit Tine Wesp & Charlotte Koppenhöfer

Folge 82 · Dauer 53:16 mins

#82 NACHGEFRAGT: Wie läuft der Kampf für ein "zeitgemäßes Theater"? - mit Tine Wesp & Charlotte Koppenhöfer

Im Herbst 2025 wurde „Das zeitgemäße Theater“ gegründet, laut Selbstcharakterisierung eine Plattform für "Verantwortung, Wandel und neue Erzählungen im Theater". Mehrere Skandale rund um Machtmissbrauch und schlechte Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb hatten dazu geführt, dass der Start der Initiative medial und branchenintern mit Argusaugen beobachtet wurde. Doch was hat sich seither getan? Wie hat die Szene auf das Angebot reagiert? Gab es Gespräche mit Politik, Verwaltung und Beratungsstellen? Und welche Rückschlüsse lassen sich aus den bisherigen Aktivitäten ziehen? In Folge 82 geben die beiden Gründerinnen und Vorstandsmitglieder Tine Wesp und Charlotte Koppenhöfer Auskunft.

mit Fabian Burstein · 20. Februar 2026

#81 Ein Jahr Schwarz-Rot-Pink: ein kulturpolitischer Rückblick - mit Anke Schad-Spindler

Folge 81 · Dauer 50:05 mins

#81 Ein Jahr Schwarz-Rot-Pink: ein kulturpolitischer Rückblick - mit Anke Schad-Spindler

Seit einem Jahr ist die Koalitionsregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS im Amt - seit einem Jahr zeichnet SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler für die kulturpolitischen Agenden verantwortlich: Ein guter Zeitpunkt, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wie ernst nimmt das Kulturressort sein Versprechen, auch in schwierigen Zeiten "verlässliche Rahmenbedingungen" zu schaffen? Welche Projekte sind gelungen und wo besteht akuter Handlungsbedarf? Und was kann eine Ressortspitze bewirken, die ständig in innerparteiliche Machtkämpfe verwickelt ist? In Folge 81 analysiert wieder Anke Schad-Spindler, wissenschaftliche Leiterin des Instituts Educult.

mit Fabian Burstein · 13. Februar 2026

#80 Zwischen Systemrelevanz und Selbstkritik: Eine kulturpolitische Bilanz - mit Werner Kogler

Folge 80 · Dauer 1:13:46 mins

#80 Zwischen Systemrelevanz und Selbstkritik: Eine kulturpolitische Bilanz - mit Werner Kogler

Vom unnachgiebigen Budgetexperten zum obersten Kulturverantwortlichen der Republik: Werner Kogler hat in seiner Zeit als Vizekanzler und Kulturminister die Branche durch die Corona-Pandemie und damit durch eine der schwerstes Krisen der Nachkriegszeit geführt. Seine Ära war vom oft belächelten Postulat der "Systemrelevanz", aber auch von umstrittenen Personalentscheidungen und heiklen Themen wie Fair-Pay und Publikumsschwund geprägt. Folge 80 führt ins Epizentrum der kulturpolitischen Macht, und zwar erste Reihe fußfrei: Denn offen wie selten zuvor legt Werner Kogler Mechanismen aus dem kulturpolitischen Alltag offen. Es geht um die Causa Currentzis und die Kunst-Kurie, Führungskultur bei den Salzburger Festspiele, das Ende der Wiener Zeitung, eine Publikumsstudie des Kulturministerium, kulturelle Programmatik für etwaige Neuwahlen, den Kulturkampf der Rechten und - für Politiker:innen nicht selbstverständlich - immer wieder auch um Selbstkritik.

mit Fabian Burstein · 06. Februar 2026

#79 „Es ist eine sehr österreichische Mischung aus Größenwahn und Beleidigtsein": Über die Lage der Popnation - mit Walter Gröbchen

Folge 79 · Dauer 1:00:20 mins

#79 „Es ist eine sehr österreichische Mischung aus Größenwahn und Beleidigtsein": Über die Lage der Popnation - mit Walter Gröbchen

Wenn es um Musik und Popkultur geht, ist Walter Gröbchen seit Jahrzehnten eine stetige Konstante im öffentlichen Diskurs: Als Journalist, Label-Chef, Musikvermittler und pointierter Kommentator des politischen Alltags. Dementsprechend spricht er in Folge 79 des Bühneneingangs über die Lage der Popnation Österreich. Es geht um das FPÖ-Radio "Austria First", Pop und Politik, Schieflagen im Förderwesen, KI und Algorithmen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und um die bange Frage, ob die österreichische Musikwirtschaft an der Peripherie der internationalen Märkte überhaupt überlebensfähig ist.

mit Fabian Burstein · 30. Jänner 2026

#78 Kulturkampf neu gedacht: Das FPÖ-Radio "Austria First" und die Rechte der Musiker:innen - mit Thomas Höhne

Folge 78 · Dauer 28:43 mins

#78 Kulturkampf neu gedacht: Das FPÖ-Radio "Austria First" und die Rechte der Musiker:innen - mit Thomas Höhne

Mit der Gründung des Radiosenders AUSTRIA FIRST hat die rechtspopulistische FPÖ ein neues Kapitel in der politischen Kommunikation aufgeschlagen. "Echte Nachrichten statt linker Meinungsmache, wie wir sie aus den Systemmedien kennen", so umreißt FPÖ-Chef Herbert Kickl das neue Angebot. Doch wer zwischen den Wortbeiträgen klassischen Blut-und-Boden-Rechtsrock erwartet, täuscht sich: In puncto Musik funktioniert der selbsternannte Patriotensender wie klassisches Pop-Formatradio und hat damit die Kulturszene am falschen Fuß erwischt. Erste Künstler:innen protestierten prompt gegen die Nutzung ihrer Musik. Der renommierte Medienrechtsexperte Thomas Höhne erklärt in einer aktuellen Spezialfolge, ob bzw. unter welchen Umständen sich Urheber gegen die Nutzung des eigenen Werks in so einem Kontext wehren können.

mit Fabian Burstein · 26. Jänner 2026

#77 Werkkritik oder doch nur Misogynie: Caroline Wahl im Fokus - mit Eva Dinnewitzer

Folge 77 · Dauer 58:39 mins

#77 Werkkritik oder doch nur Misogynie: Caroline Wahl im Fokus - mit Eva Dinnewitzer

Caroline Wahl bewegt seit 2023 die Buchwelt. Ihr Roman "22 Bahnen" wurde innerhalb kürzester Zeit zum Kassenschlager und gewann zahlreiche Preise. Mittlerweile hat Wahl zwei weitere Bücher veröffentlicht, die ebenfalls zu Bestsellern wurden: "Windstärke 17", die Fortsetzung ihres ersten Romans, und "Die Assistentin". Doch die Meinungen zur jungen Autorin, die offen über Erfolg und Ehrgeiz spricht, gehen weit auseinander. Von einigen wird sie für Aussagen wie, dass sie "traurig und enttäuscht" sei, nicht für den deutschen Buchpreis nominiert worden zu sein, heftig kritisiert. Wahl wiederum sagt: Als Mann würde sie für ihre Ambitionen nicht so verurteilt werden. Eva Dinnewitzer schreibt bei der Tageszeitung Die Presse über Popkultur und Gesellschaftspolitik und hat sich ausführlich mit dem Phänomen Caroline Wahl befasst. In Folge 77 des Bühneneingangs mit Host Lara Marmsoler geht es um die Rolle von Autor:innen im Feuilleton und um die Frage, inwiefern misogyne Befindlichkeiten die öffentliche Meinung zu Autor:innen beeinflussen. Host: Lara Marmsoler.

mit Fabian Burstein · 23. Jänner 2026

#76 Die Kunstkurie, das Ehrenzeichen und die Causa Currentzis - mit Peter Noever

Folge 76 · Dauer 50:01 mins

#76 Die Kunstkurie, das Ehrenzeichen und die Causa Currentzis - mit Peter Noever

Das Ansinnen, den umstrittenen Dirigenten Teodor Currentzis mit dem Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst und damit auch mit der Aufnahme in die Kurie für Kunst zu würdigen, war eines der großen Aufregerthemen des Kulturherbstes 2025. Insbesondere der zuständige Vizekanzler Andreas Babler geriet in die Kritik, weil er den Antrag an den Bundespräsidenten übermittelte. Aber wer ist wirklich verantwortlich? In Folge 76 meldet sich Peter Noever zu Wort. Der ehemalige Direktor des MAK in Wien ist Vorsitzender der Kunstkurie und gibt erstmals Einblicke in einen Vorgang, der bereits 2023 seinen Lauf nahm, aber vom damals zuständigen Vizekanzler Werner Kogler offenbar nicht prioritär behandelt wurde. Und er liefert Innenansichten aus einem sagenumwobenen Gremium, das gesetzlich reguliert und dennoch weitgehend entkoppelt von allen politischen Instanzen die künstlerischen Ehrungen der Republik entscheidend beeinflusst.

mit Fabian Burstein · 16. Jänner 2026

#75 Zuerst Kulturkampf, dann Politik: Wie beurteilt Meinungsforschung den Machtfaktor Kultur?  – mit Peter Hajek

Folge 75 · Dauer 45:33 mins

#75 Zuerst Kulturkampf, dann Politik: Wie beurteilt Meinungsforschung den Machtfaktor Kultur? – mit Peter Hajek

Der Meinungsforscher Peter Hajek gehört zu den pointiertesten Kommentator:innen des Landes, wenn es um aktuelle politische Ereignisse und ihren Zusammenhang mit der Lebensrealität der Wähler:innen geht. Dementsprechend oft begegnet man ihm in Interviews, zitierten Studien und Medienformaten. Doch wie beurteilt ein Experte, der sich Tagt für Tag mit Einstellungen, Werten und Motiven befasst, die Bedeutung von Kultur im politischen Diskurs? Schlummern hier versteckte Erfolgspotenziale oder stimmt das Klischee, dass man mit Kultur keine Wahlen gewinnt? Folge 75 gibt, teils überraschende, Einblicke in die Machtarithmetik der Kulturpolitik.

mit Fabian Burstein · 09. Jänner 2026

#74 Alkohol, Drogen, psychische Grenzgänge: Über die Romantisierung des Exzesses in der Kultur - mit Verena Titze

Folge 74 · Dauer 52:25 mins

#74 Alkohol, Drogen, psychische Grenzgänge: Über die Romantisierung des Exzesses in der Kultur - mit Verena Titze

Egal ob als Kabarettistin, Autorin oder Talkshow-Moderatorin: Bei Verena Titze dreht sich viel um Alkoholismus, Burn-out und andere psychische Erkrankungen. Das hat mir ihrer eigenen Suchtgeschichte zu tun, die sie zu einem zentralen Motiv ihrer Arbeit gemacht hat. Aber wie beurteilt man mit dieser Vita die oftmals romantisierte Beziehung von Kunst und Exzess? Braucht es Leid, Rausch und Exzentrik, um eine "gute" Künstlerin zu sein. Oder handelt es sich um überholte Narrative, die sich am besten durch leichtfüßiges Edutainment widerlegen lassen? Passend zum Jahreswechsel, befasst sich Folge 74 mit einem persönlichen und künstlerischen Neustart.

mit Fabian Burstein · 02. Jänner 2026

#73 NACHGEFRAGT: "Wir haben ein wirkliches Problem, aber eine Katastrophe ist was anderes" - mit Rudolf Scholten

Folge 73 · Dauer 56:56 mins

#73 NACHGEFRAGT: "Wir haben ein wirkliches Problem, aber eine Katastrophe ist was anderes" - mit Rudolf Scholten

Mit der Bestellung von Rudolf Scholten als Sonderberater für Kunst und Kultur holte der vielfach kritisierte Vizekanzler Andreas Babler zum kulturpolitischen Befreiungsschlag aus. Und tatsächlich machte sich ob der hohen Akzeptanz des ehemaligen Bundesministers Scholten so etwas wie Optimismus breit. Mittlerweile sind zwei Monate vergangen - zwei Monate, in denen der Vizekanzler weiter unter Druck geraten ist. In Folge 73 zieht Rudolf Scholten eine kleine Zwischenbilanz aus dem Maschinenraum der Macht, spricht über die soeben erfolgte Bestellung von Sonja Hammerschmid zur Bundestheaterholding-Chefin, die Abschaffung der Möglichkeit für Kulturarbeiter:innen zum Arbeitslosengeld geringfügig dazu zu verdienen und die große Aufgabe Vermittlung, mit der Kulturpolitik endlich wieder aus Publikumsperspektive betrieben werden soll.

mit Fabian Burstein · 19. Dezember 2025

#72 Kann das Informationsfreiheitsgesetz Förderwillkür und Postenschacher in der Kultur beenden?  - mit Hans Peter Lehofer

Folge 72 · Dauer 1:01:21 mins

#72 Kann das Informationsfreiheitsgesetz Förderwillkür und Postenschacher in der Kultur beenden? - mit Hans Peter Lehofer

Im September 2025 läutete das Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes eine neue Ära in Österreich ein: 100 Jahre Amtsgeheimnis wurden durch weitreichende Informationspflichten für staatliche Institutionen abgelöst. Aber was bedeutet das neue Gesetz eigentlich für den Kulturbetrieb? Gehören willkürlich anmutende Förderentscheidungen und intransparente Stellenbesetzungsverfahren nun endlich der Vergangenheit an? Worüber müssen Kulturämter und staatsnahe Kunstinstitutionen zukünftig Auskunft geben und wo stößt die Informationspflicht an ihre Grenzen? Folge 72 greift auf die Expertise von Prof. Hans Peter Lehofer zurück, der zu den renommiertesten Expert:innen für Verwaltungsrecht und Medienregulierung zählt.

mit Fabian Burstein · 12. Dezember 2025

#71 Eine "Carte blanche" für weihnachtliche Buchtipps -  mit Katia Schwingshandl

Folge 71 · Dauer 51:58 mins

#71 Eine "Carte blanche" für weihnachtliche Buchtipps - mit Katia Schwingshandl

Die klassische Rezension gehörte bislang nicht zum Repertoire des Bühneneingangs. Und das soll auch so bleiben. Deshalb hat Buchkultur-Chefredakteurin Katia Schwingshandl rechtzeitig zu Weihnachten eine bedingungslose Carte Blanche erhalten: Jenseits von Aktualitätsdruck und Zeichen- bzw. Zeitvorgaben erzählt sie über vier Bücher, die sie auf die eine oder andere Art berührt haben. Und so kann Folge 71 als freudvolles Gespräch über Literatur, Ratgeberformat für Last-Minute-Geschenke oder aber als intimer Einblick in den Literaturjournalismus gehört werden.

mit Fabian Burstein · 05. Dezember 2025

#70 Braucht Österreich einen Schwarzen Jedermann? - mit Mwita Mataro

Folge 70 · Dauer 51:49 mins

#70 Braucht Österreich einen Schwarzen Jedermann? - mit Mwita Mataro

"Mein Überleben als Schwarzer Mensch": In der Dokumentation "Austroschwarz" beschreibt der Musiker und Filmemacher Mwita Mataro genau das als zentrale Herausforderung seiner künstlerischen Arbeit. Es sind eindringliche Aussagen wie diese, mit denen er sich nicht nur an die so genannte Mehrheitsgesellschaft sondern insbesondere auch an die Kunst- und Kulturszene wendet. Genau hier, wo Diversität und Chancengerechtigkeit scheinbar einen Konsens darstellen, ortet er ein massives Gefälle in puncto Macht, Repräsentation und Teilhabe. Folge 70 macht deutlich, dass Kultur nur dann glaubhaft gegen Diskriminierung auftreten kann, wenn sie selbst beispielhaft vorangeht. Und sie zeigt, dass Anspruch und Realität noch weit auseinanderklaffen - egal, ob es sich um Pop, Theater, Film oder Kulturverwaltung handelt.

mit Fabian Burstein · 28. November 2025

#69 Sozialpartnerschaft als Kulturpartnerschaft - mit Ilkim Erdost

Folge 69 · Dauer 57:10 mins

#69 Sozialpartnerschaft als Kulturpartnerschaft - mit Ilkim Erdost

Der Bezüge-Skandal in der Wirtschaftskammer hat sie wieder in den Fokus gerückt: Die so genannte "Sozialpartnerschaft" mit ihren Besonderheiten rund um gesellschaftlichen Ausgleich, Funktionärswesen und politischen Einfluss. Aber was hat diese typisch österreichische Konstruktion zwischen Wirtschafts- und Arbeitnehmer:innen-Interessen eigentlich mit Kultur zu tun? Ilkim Erdost ist mit dieser Frage tagtäglich konfrontiert. Sie leitet den Bereich Bildung in der Arbeiterkammer Wien und verantwortet hier unter anderem die studentische Buchhandlung FAKTory, das Theater Akzent und den geplanten Jugendcampus. Auch in ihren vorherigen Funktionen bei den Wiener Volkshochschulen und den Wiener Jugendzentren war sie intensiv mit Bildung und Kultur befasst. Folge 69 möchte anhand einer Berufsbiografie unter dem Banner der Teilhabe herausfinden, inwiefern die große Vision von Gerechtigkeit eben mit Themen wie Bildung und Kultur zusammenhängt.

mit Fabian Burstein · 21. November 2025

#68 Missbrauch, Sektenwahn, politisches Versagen: Die Akte Otto Mühl - mit Christina  Pausackl & Thomas Winkelmüller

Folge 68 · Dauer 58:51 mins

#68 Missbrauch, Sektenwahn, politisches Versagen: Die Akte Otto Mühl - mit Christina Pausackl & Thomas Winkelmüller

In einem Artikel für das Monatsmagazin DATUM rollen Christina Pausackl und Thomas Winkelmüller die Verbrechen des Aktionskünstlers und Sexualstraftäters Otto Mühl neu auf. Dabei verweben sie aktuelle Rechercheergebnisse mit Stimmen von Opfern, deren Missbrauchserfahrungen eng mit den Kunstwerken von Otto Mühl verbunden sind - und sie lassen vier Expertinnen aus Kunst, Recht, Kinderschutz und Sektenfragen zu Wort kommen, die für eine ordentliche Aufarbeitung in der Causa Mühl kämpfen. In Folge 68 berichten Christina Pausackl und Thomas Winkelmüller aus dem Maschinenraum des investigativen Kulturjournalismus, stellen die Frage nach politischer Verantwortung und nehmen den kommerziellen Kunstbetrieb in die Pflicht. Hinweis für Betroffene: Auf der Website der Beratungsstelle #we_do! findet sich ein Überblick zu Anlaufstellen, die sich mit Diskriminierung, Belästigung, Machtmissbrauch, sexueller Gewalt und arbeitsrechtlichen Fragen befassen. Die dort aufgelisteten Angebote inkludieren alle Sparten des Kulturbetriebs. Erratum: Bei der angesprochenen Galerie Kohlbauer (12:32) handelt es sich tatsächlich um die Galerie Wienerroither und Kohlbacher.

mit Fabian Burstein · 14. November 2025

#67 Der Kern des Genres Kabarett: "Tickets verkaufen ohne Subvention" - mit Hosea Ratschiller

Folge 67 · Dauer 56:49 mins

#67 Der Kern des Genres Kabarett: "Tickets verkaufen ohne Subvention" - mit Hosea Ratschiller

Hosea Ratschiller gehört zu jenen Protagonist:innen der Kabaratt-Szene, die auch abseits des Schmähführens mit präzisen gesellschaftlichen Analysen überzeugen. Unabhängig von Genrezuschreibungen und Mediengattungen pendelt er zwischen humoristischen Bühnenprogrammen und vielgelesenen Facebook-Kommentaren zur weltpolitischen Lage. Folge 67 widmet sich einem Künstler, der das Lachen zu seinem Lebensinhalt gemacht hat - und dennoch nicht davor zurückschreckt, den Ernst der Lage nüchtern zu benennen.

mit Fabian Burstein · 07. November 2025

#66 Die Macht der einfachen Sprache - mit Sandra Schmidhofer

Folge 66 · Dauer 53:47 mins

#66 Die Macht der einfachen Sprache - mit Sandra Schmidhofer

„andererseits“ ist ein mehrfach prämiertes Magazin für Behinderung und Gesellschaft, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. Geschrieben wird in einfacher Sprache. Dabei finanziert sich das Medium in erster Linie über seine Mitglieder. Was sollte beachtet werden, um auf Augenhöhe über Behinderung zu sprechen? Warum findet oftmals eine Wertung zwischen einfacher und komplizierter Sprache statt? Und inwiefern kann Barrierefreiheit hinter den Kulissen eines Kulturbetriebs auch Zugänglichkeit und Inklusion für ein breites Publikum ermöglichen? In Folge 66 erzählt „andererseits“-Redakteurin Sandra Schmidhofer, wie die Redaktion ihren inklusiven Arbeitsalltag lebt und wo Österreichs Journalismus, Bildungssektor und Kulturbranche noch Aufholbedarf haben. Host: Selina Teichmann

mit Fabian Burstein · 31. Oktober 2025

#65 NACHGEFRAGT: Wie funktioniert eigentlich die Übernahme eines großen Theaters? - mit Marie Rötzer

Folge 65 · Dauer 1:04:19 mins

#65 NACHGEFRAGT: Wie funktioniert eigentlich die Übernahme eines großen Theaters? - mit Marie Rötzer

Als designierte Intendantin des Theaters in der Josefstadt hat Marie Rötzer schon viel erlebt. Zunächst musste sie mit Turbulenzen rund um ihren Vorgänger Herbert Föttinger umgehen, dann geriet sie selbst in die Kritik, weil ein Drittel des Ensembles, darunter prominente Namen wie Sandra Cervik und Marianne Nentwich, 2026 gehen muss. Marie Rötzer war bereits in Folge 10 zu Gast - nun fragen wir nach, wie der lange Weg zum Amtsantritt bisher verlaufen ist, was so eine Staffelübergabe nach einer 20 Jahre währenden Intendanten-Ära eigentlich bedeutet und warum sie trotz Gegenwind auf neue Gesichter setzt.

mit Fabian Burstein · 24. Oktober 2025

#64 Die Shitstorm-Versicherer - mit Ralf Schlüter

Folge 64 · Dauer 54:24 mins

#64 Die Shitstorm-Versicherer - mit Ralf Schlüter

Museen, Theater und Festivals kämpfen immer häufiger mit Kontroversen, Empörungswellen und politischer Polarisierung. Sie werden zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Konflikte, die auf Social Media häufig in Shitstorms und Hatespeech münden. Ralf Schlüter und seine Kulturbotschaft Berlin haben sich darauf spezialisiert, Kultureinrichtungen strategisch durch solche Krisen zu führen. Folge 64 handelt von institutioneller Verwundbarkeit und kommunikativer Überforderung in turbulenten Zeiten - aber insbesondere auch von Haltung und konkreten Methoden der Krisenkommunikation, mit denen man toxischer Empörung entschlossen begegnen kann. In dieser Bühneneingang-Folge geht es auch um extreme Krisensituationen, die bei Betroffenen zu Suizidgedanken führen können. Deshalb an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Professionelle Anlaufstellen können in solchen Situationen unterstützen und stabilisieren. Auf www.gesundheit.gv.at/leben/suizidpraevention (Österreich), www.deutsche-depressionshilfe.de/krisentelefone (Deutschland) bzw. www.reden-kann-retten.ch/beratungsangebote (Schweiz) finden sich Unterstützungsangebote bei Suizidgedanken.

mit Fabian Burstein · 17. Oktober 2025

#63 NACHGEFRAGT: Wie gewinnt ein skandalgebeutelter Kulturbetrieb Vertrauen zurück? - mit Norbert Trawöger

Folge 63 · Dauer 47:25 mins

#63 NACHGEFRAGT: Wie gewinnt ein skandalgebeutelter Kulturbetrieb Vertrauen zurück? - mit Norbert Trawöger

Auftakt zur Rubrik NACHGEFRAGT. Nachdem Norbert Trawöger bereits in Folge 33 zu Gast war, kehrt er nun zurück an den BÜHNENEINGANG. Denn er hat eine neue, nicht ganz einfache Aufgabe. Das Brucknerhaus Linz steht nach Skandalen und Rücktritten vor einem Neuanfang – und Norbert Trawöger als frisch gebackener Künstlerischer Direktor vor der Herausforderung, Vertrauen zurückzugewinnen und einen Traditionsbetrieb zukunftsfit zu machen. Wie führt man ein Flaggschiff der Klassik aus einer multiplen Krise und was hat das Bemühen um einen reformierten Kulturbetrieb mit seinem neuen Essay-Buch "Zuckerbutterbrottage" zu tun? In Folge 63 spricht Norbert Trawöger über die Lehren aus der Vergangenheit, über die komplexe Beziehungsarbeit in einer verunsicherten Kulturinstitution und über seinen biografisch geprägten "Zuruf" in Buchform.

mit Fabian Burstein · 10. Oktober 2025

#62 Wenn Obdachlose auf Studierende treffen: Die Bibliothek als "Dritter Ort" - mit Carolin Becker

Folge 62 · Dauer 47:39 mins

#62 Wenn Obdachlose auf Studierende treffen: Die Bibliothek als "Dritter Ort" - mit Carolin Becker

Öffentliche Bibliotheken sind nicht nur Orte des Wissens, sondern zunehmend auch soziale Ankerpunkte für marginalisierte Gruppen – von Obdachlosen bis hin zu psychisch Erkrankten. Doch welche Herausforderungen ergeben sich, wenn eine Kulturinstitution jenseits von Lippenbekenntnissen zur Anlaufstelle für Menschen mit herausfordernden sozialen Bedarfen wird? Im Gespräch mit Carolin Becker, Leiterin der Zentralbibliothek in München, ergründen wir das Konzept des "Dritten Ortes" in der harten Praxis. Sie spricht offen über den Spagat zwischen Bildungs- und Zufluchtsort, die Beanspruchung der Mitarbeiter:innen und die gesellschaftliche Verantwortung, die Bibliotheken heutzutage gerade in Städten tragen müssen.

mit Fabian Burstein · 03. Oktober 2025

#61 Migrantische Männlichkeit neu erzählt - mit Nsheem

Folge 61 · Dauer 43:53 mins

#61 Migrantische Männlichkeit neu erzählt - mit Nsheem

Junge migrantische Männer mit journalistischen Inhalten abholen: Dieses Ziel verfolgt das Online-Medium „Die Chefredaktion” seit 2025. Um einen Gegenpol zu problematischen Männlichkeitsbildern in den sozialen Medien zu bieten, spricht der Nachwuchsredakteur Nsheem im Interview-Format „Seiten auf null” mit jungen Migranten über ihre Erfahrungen, Ängste und Perspektiven auf das Leben. Am Bühneneingang teilt Nsheem nun seine Perspektiven – auf Journalismus, Kultur und Identität – und er verrät, welches journalistische Format er selbst in Planung hat. Welches Feedback bekommt „Die Chefredaktion” für „Seiten auf null”? Wie gerecht ist die Verteilung von Kulturfördergeldern zwischen Österreicher:innen und Migrant:innen? Und wo bietet Österreich Räume, in denen Kulturen gelebt und geteilt werden können? Host: Selina Teichmann

mit Fabian Burstein · 26. September 2025

#60 Kultur als Machtfaktor für "gute Politik" - mit Peter Kurz

Folge 60 · Dauer 1:16:16 mins

#60 Kultur als Machtfaktor für "gute Politik" - mit Peter Kurz

Sechzehn Jahre lang wirkte Peter Kurz als Oberbürgermeister der Stadt Mannheim im Zentrum kommunalpolitischer Macht. Diese Position erkämpfte und verteidigte er als profilierter Kulturpolitiker, der ein vermeintlich nebensächliches Politikfeld als Treiber großer Stadtentwicklungsprojekte positionierte. Mit seiner Herangehensweise erregte Peter Kurz international Aufmerksamkeit, avancierte zum Mitbegründer und Vorsitzenden des "Global Parliament of Mayors", sowie zum gefragten Vortragenden und Buchautor. Was können jene, die behaupten, mit Kultur gewinne man keine Wahlen, von Peter Kurz lernen? Und was hat Kunst ganz konkret mit "guter" Politik zu tun? Folge 60 behandelt die großen Fragen der gesellschaftlichen Miteinanders über den Mikrokosmos Stadt und seine kulturellen Potenziale.

mit Fabian Burstein · 19. September 2025

#59 Jugend ohne Göttin: Was ein Kindertheater-Abo über den Gender Gap in der Kultur erzählt - mit Nina Schedlmayer

Folge 59 · Dauer 55:52 mins

#59 Jugend ohne Göttin: Was ein Kindertheater-Abo über den Gender Gap in der Kultur erzählt - mit Nina Schedlmayer

Als die Journalistin Nina Schedlmayer im neuen Programm der Institution "Theater der Jugend" das Abo für 13-jährige durchforstete, traute sie ihren Augen nicht: Auf dem Plan stand kein einziges Stück einer Autorin. Eine weitergehende Recherche zeigt: Hier handelt es sich nicht um eine Ausnahme, sondern um einen fragwürdigen Trend. Mehrere Häuser marginalisieren nachwievor oder wieder Positionen mit weiblicher Urheberschaft. In Folge 59 spricht Nina Schedlmayer über einen kulturellen Backlash, der Anlass zur Sorge gibt, weil er jungen Menschen wichtige Rollenmodelle vorenthält.

mit Fabian Burstein · 12. September 2025

#58 "Wir waren schockiert, was alles nicht passiert": Eine neue Plattform kämpft für zeitgemäßes Theater - mit Tine Wesp

Folge 58 · Dauer 56:17 mins

#58 "Wir waren schockiert, was alles nicht passiert": Eine neue Plattform kämpft für zeitgemäßes Theater - mit Tine Wesp

Die neue Plattform "Das zeitgemäße Theater" wurde von Akteur*innen auf und hinter der Bühne gegründet und möchte Machmissbrauch in der Darstellenden Kunst den Garaus machen. Dafür stellt sie online Impulstexte, Checklisten und interaktive Spiele zur Verfügung. Aber warum ist so eine Initiative überhaupt noch notwendig? In Folge 58 spricht Mitbegründerin und Maskenbildnerin Tine Wesp über verborgene Übergriffe, lähmenden Stillstand in der Aufarbeitung und wirksame Strategien für die Zukunft.

mit Fabian Burstein · 05. September 2025

#57 "Wir machen selbst gebastelten Hippiekram". Oder: Wie man globale Festivalmarken aufbaut - mit Robin Ebinger

Folge 57 · Dauer 58:47 mins

#57 "Wir machen selbst gebastelten Hippiekram". Oder: Wie man globale Festivalmarken aufbaut - mit Robin Ebinger

Robin Ebinger ist als Geschäftsführer der Agentur Cosmopop für einige der weltweit erfolgreichsten Live Electronic Marken mit Millionen treuer Fans verantwortlich - darunter Time Warp, Sonos und Love Family Park. Aber wie funktioniert dieses anspruchsvolle Kultur-Business jenseits klassischer Förderstrukturen eigentlich? Folge 57 taucht tief in die faszinierende Welt der elektronischen Musikevents ein und erkundet Strategien, Kennzahlen und Marketinginstrumente am hart umkämpften Techno-Markt.

mit Fabian Burstein · 29. August 2025

#56 Medienkooperation und kritischer Kulturjournalismus: Geht das zusammen? - mit Philipp Wohltmann

Folge 56 · Dauer 52:21 mins

#56 Medienkooperation und kritischer Kulturjournalismus: Geht das zusammen? - mit Philipp Wohltmann

Diese Folge und die dazugehörigen Recherchen sind in Kooperation mit dem Medienwatchblog Kobuk entstanden. Für einen dort erscheinenden Text hat Philipp Wohltmann die Kooperationen großer Kulturfestivals mit österreichischen Qualitätsmedien unter die Lupe genommen. Sein Fazit: In der Kulturberichterstattung verschwimmen immer wieder die Grenzen zwischen Werbung und Redaktion, etwa wenn dieselben Autor:innen Kulturveranstaltungen in bezahlten Anzeigen vorstellen und anschließend im redaktionellen Teil rezensieren. Folge 56 ist ein medien- und kulturjournalistischer Deep Dive: Philipp Wohltmann gibt Einblick in seine Recherchen, fasst wichtige Erkenntnisse und potenzielle Lerneffekte zusammen und deckt auf, warum er letztendlich doch positiv vom Zustand des Kulturjournalismus überrascht war.

mit Fabian Burstein · 22. August 2025

#55 Afghanistans verbotene Stimmen: Kultur im Schatten der Taliban - mit Natalie Halla

Folge 55 · Dauer 50:27 mins

#55 Afghanistans verbotene Stimmen: Kultur im Schatten der Taliban - mit Natalie Halla

In ihrem neuen Dokumentarfilm "Die letzte Botschafterin" begleitet Regisseurin Natalie Halla die afghanische Diplomatin und Frauenrechtsaktivistin Manizha Bakhtari. Doch der Film ist viel mehr als das Porträt einer mutigen Menschenrechtlerin: Er wirft einen Blick auf das Schicksal Afghanistans vier Jahre nach der Machtübernahme durch die Taliban. In Folge 55 erzählt Natalie Halla von unterdrückten Frauenstimmen, totalitärer Bildungspolitik und einer ausgelöschten Kunst- und Kulturlandschaft - und sie bezieht Stellung zu aktuellen kulturpolitischen Themen.

mit Fabian Burstein · 15. August 2025

#54 Von der Worthülse zur Wirklichkeit: Diversität in Kultur und Bildung - mit Florence Brokowski-Shekete

Folge 54 · Dauer 54:01 mins

#54 Von der Worthülse zur Wirklichkeit: Diversität in Kultur und Bildung - mit Florence Brokowski-Shekete

Als Führungskraft in der deutschen Schulverwaltung kennt Florence Brokowski-Shekete das Bildungssystem von innen. Und sie verknüpft dieses Wissen mit ihrer Identität als Schwarze Deutsche, um Themen wie Chancengerechtigkeit und Diversität anhand von Büchern und Auftritten in den öffentlichen Diskurs zu bringen. Wie dieses Engagement aufgenommen wird und was ihre Erfahrungen mit dem Kunst- und Kulturbetrieb zu tun haben, erzählt sie in Folge 54.

mit Fabian Burstein · 08. August 2025

#53 Kulturförderung in privater Hand: Der Einfluss von Unternehmen und Stiftungen auf die Kunst - mit Karin Heyl

Folge 53 · Dauer 1:06:30 mins

#53 Kulturförderung in privater Hand: Der Einfluss von Unternehmen und Stiftungen auf die Kunst - mit Karin Heyl

Karin Heyl weiß aus allererster Hand, wie privates Geld die Kunst prägt. Die aktuelle Stiftungsratsvorsitzende der Crespo Foundation in Frankfurt am Main hat in ihrer Laufbahn die Kulturagenden börsennotierter Unternehmen, großer Banken und namhafter Stiftungen gelenkt. In Folge 53 spricht sie offen über den Spagat zwischen gesellschaftlichem Engagement und kommerziellen Interessen. Und sie erklärt, warum sie sich auf ihrem Karriereweg stets für ein unternehmerisches Umfeld und gegen Jobs in Kulturverwaltung und Politik entschieden hat.

mit Fabian Burstein · 01. August 2025

#52 Kulturmagazin Bohema: Junge Stimmen, neue Spielregeln - mit Aleksandra Timofeeva & Dávid Gajdos

Folge 52 · Dauer 46:51 mins

#52 Kulturmagazin Bohema: Junge Stimmen, neue Spielregeln - mit Aleksandra Timofeeva & Dávid Gajdos

Host: Selina Teichmann Unbezahlte Praktika und hierarchische Machtstrukturen erschweren jungen Schreibenden den Einstieg in die Medienbranche sowie in kreative Berufe. Das digitale Kulturmagazin Bohema setzt sich daher zum Ziel, Autor:innen bei möglichst viel Freiraum und Chancengleichheit ein Sprungbrett zu bieten. In Folge 52 sprechen die Gründer:innen Aleksandra Timofeeva und Dávid Gajdos über Themen, die junge Schreibende und Medienmacher:innen bewegen und oftmals belasten. Wie soll mangelnder Diversität in Redaktionen entgegengewirkt werden? Ist Künstliche Intelligenz eine Bedrohung oder eine Chance? Und wodurch kann ein Medienprojekt wie Bohema nachhaltig finanziert werden?

mit Fabian Burstein · 25. Juli 2025

#51 Eine neue Studie soll Machtmissbrauch in der Kulturbranche erforschen

Folge 51 · Dauer 12:36 mins

#51 Eine neue Studie soll Machtmissbrauch in der Kulturbranche erforschen

Mit einem kurzen Resümee zu 50 Episoden BÜHNENEINGANG stellt Folge 51 eine neue Studie unter dem Titel "KULTURRECHERCHE 2025 - Machtmissbrauch und Diskriminierung in der Kulturbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz" vor. Prof. Dr. Thomas Schmidt ist Direktor des Masterprogramms Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und leitet diese wissenschaftliche Erhebung. Es ist seine zweite große Studie zu dem Thema, an der sich Kulturschaffende ab 18 über ein einfaches Online-Tool anonym beteiligen können.

mit Fabian Burstein · 18. Juli 2025

#50 Vom Beat zum Campus: Professor Pop erzählt - mit Udo Dahmen

Folge 50 · Dauer 1:20:26 mins

#50 Vom Beat zum Campus: Professor Pop erzählt - mit Udo Dahmen

Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 hat sich die Popakademie Baden-Württemberg zur wichtigsten öffentlichen Hochschuleinrichtung im deutschsprachigen Raum für Themen rund um das Musikbusiness entwickelt - und das jenseits der großen Pop-Hochburgen Berlin und Hamburg in der Rhein-Neckar-Metropole Mannheim. Ihre Absolvent:innen tauchen in den Managementteams großer Unternehmen und Pop-Acts, in Abspannen von Netflix und Co. oder eben als eigenständige Künstler:innen in den Charts auf. Die Erfolgsgeschichte der Einrichtung ist maßgeblich mit ihrem Gründungsgeschäftsführer Udo Dahmen verknüpft, der zunächst als Drummer und später als Bildungspionier reüssierte. In Folge 50 erzählt er, wie man die Erfolgsmechanismen von Popkultur in einer akademischen Ausbildung planbar macht und was das mit übergeordneten kulturpolitischen Strategie in Kommunen, Ländern und im Bund zu tun hat.

mit Fabian Burstein · 11. Juli 2025

#49 "Es braucht uns als Puffer": Die Kunst des Führens in der Kunst - mit Stefan Lassnig & Daniela Zeller

Folge 49 · Dauer 57:33 mins

#49 "Es braucht uns als Puffer": Die Kunst des Führens in der Kunst - mit Stefan Lassnig & Daniela Zeller

In ihrem neuen Podcast „Ichkraft. Wirkraft. Führungskraft.“ treffen Medienunternehmer Stefan Lassnig, Host des Talk-Formats "Ganz offen gesagt", und Kommunikationsexpertin Daniela Zeller, langjährige Moderatorin im Ö3 Wecker, bemerkenswerte Management-Persönlichkeiten. Am BÜHNENEINGANG verknüpfen sie ihre Erkenntnisse mit den Besonderheiten des Kulturbetriebs. Folge 49 zeigt, was künstlerisches Führungspersonal von Didi Constantini und Marko Arnautović lernen kann, offenbart unangenehme Wahrheiten aus dem Gehaltsgefüge von Ö3 und landet schließlich bei Staatsoperndirektor Bogdan Roščić, der deklarierter Wunschgast für eine neue „Ichkraft. Wirkraft. Führungskraft.“ Folge ist.

mit Fabian Burstein · 04. Juli 2025

#48 Ein Jesuit im Dienst der Künstlerseelen - mit Pater Gustav Schörghofer

Folge 48 · Dauer 48:10 mins

#48 Ein Jesuit im Dienst der Künstlerseelen - mit Pater Gustav Schörghofer

Offiziell ist Pater Gustav Schörghofer Rektor der Wiener Jesuitenkirche. Inoffiziell wird er in Kulturkreisen unabhängig von Glaube und persönlicher Konfession gerne als "Künstlerseelsorger" bezeichnet. Aber was macht so einen Künstlerseelsorger eigentlich aus? Folge 48 bewegt sich zwischen Glaube, Kunst, menschlichem Beistand und Provokation und spart dabei weder heikle Fragen zu Sexualmoral und Kirche, noch heftige Kontroversen wie jene rund um Gottfried Helnweins Grabtücher im Wiener Stephansdom aus.

mit Fabian Burstein · 27. Juni 2025

#47 Besondere Premiere: Das Schauspielhaus Zürich bekommt eine Ensemble-Psychologin - mit Rahel Hubacher

Folge 47 · Dauer 57:20 mins

#47 Besondere Premiere: Das Schauspielhaus Zürich bekommt eine Ensemble-Psychologin - mit Rahel Hubacher

Im August 2025 startet am Schauspielhaus Zürich die Intendanz von Pınar Karabulut und Rafael Sanchez - und die beiden lassen nicht nur aufgrund ihres Spielplans aufhorchen. Mit ihnen startet nämlich Rahel Hubacher als erste Ensemble-Psychologin im deutschsprachigen Raum. Die Position ist als Doppelrolle angelegt: Rahel Hubacher hat sowohl eine schauspielerische, als auch eine psychologische Ausbildung absolviert und wird beide Professionen am Haus ausüben. Aber kann das gut gehen? Wie schafft man den Spagat zwischen Bühne, Beratung und seelischer Gesundheit. Und welche Rolle spielen Aspekte wie Machtmissbrauch und #MeToo in der Stellenkonzeption? Folge 47 liefert ein offenes Gespräch über eine spannendes Berufsbild, das es so noch nicht gegeben hat.

mit Fabian Burstein · 20. Juni 2025

#46 Der Comedy-Algorithmus: Wie man zum Online-Kabarett-Star wird - mit Michael Bauer aka Heidelbeerhugo

Folge 46 · Dauer 57:34 mins

#46 Der Comedy-Algorithmus: Wie man zum Online-Kabarett-Star wird - mit Michael Bauer aka Heidelbeerhugo

Mit knapp 40 hängte Michael Bauer seinen bürgerlichen Beruf an den Nagel, um als Heidelbeerhugo auf Instagram und TikTok Comedy zu machen. Mittlerweile gilt er als Fixstern der österreichischen Kabarettszene, mit einem entscheidenden Alleinstellungsmerkmal: Der Heidelbeerhugo funktioniert mit maßgeschneiderten Formaten sowohl im Web als auch auf der Bühne. Folge 46 widmet sich einer Humorkarriere, die auf die Erfordernisse einer sich wandelnden Kulturszene zugeschnitten ist.

mit Fabian Burstein · 13. Juni 2025

#45 Wer hat hier das Sagen? Das Theater Konstanz stellt die Machtfrage - mit Meike Sasse & Charlotte Koppenhöfer

Folge 45 · Dauer 1:12:38 mins

#45 Wer hat hier das Sagen? Das Theater Konstanz stellt die Machtfrage - mit Meike Sasse & Charlotte Koppenhöfer

Beim Projekt „Rollenwandel“ legt das Theater Konstanz die Spielplangestaltung in die Hände der gesamten Belegschaft. Im Gespräch mit Chefdramaturgin Meike Sasse und Organisationsentwicklerin Charlotte Koppenhöfer geht Folge 45 der Frage auf den Grund, ob ein hierarchisch geprägtes Gebilde wie der Theaterbetrieb überhaupt auf Mitbestimmung vorbereitet ist und welche Konflikte aus so einem ambitionierten Experiment erwachsen können.

mit Fabian Burstein · 06. Juni 2025

#44 Queer Museum Wien: zwischen Vermittlung und Auflehnung - mit Larissa Kopp & Florian Aschka

Folge 44 · Dauer 54:27 mins

#44 Queer Museum Wien: zwischen Vermittlung und Auflehnung - mit Larissa Kopp & Florian Aschka

Das Queer Museum Wien versteht sich als "radikal demokratisches Museum", das die queere Community in all ihren Facetten repräsentiert. Die Gründer:innen Larissa Kopp und Florian Aschka nahmen sich damit einem Thema an, das in vielen europäischen Metropolen längst Teil der institutionalisierten Museumslandschaft ist. Am Wiener Otto-Wagner-Areal möchte man sowohl Raum für queere Kunst und Kultur, als auch einen Brückenschlag zur so genannten "Mehrheitsgesellschaft" schaffen. Aber wie funktioniert das in einem Klima der Spaltung, in dem sich immer neue Bruchlinien - etwa zwischen Aktivist:innen aus dem queeren und dem feministischen Spektrum - auftun. Folge 44 widmet sich einem, in vielerlei Hinsicht, herausfordernden Kulturort jenseits staatlicher Strukturen.

mit Fabian Burstein · 30. Mai 2025

#43 Pixel, Profit, Blockchain: Krypto-Kunst einfach erklärt - mit Bernhard Nessler

Folge 42 · Dauer 1:02:25 mins

#43 Pixel, Profit, Blockchain: Krypto-Kunst einfach erklärt - mit Bernhard Nessler

Mit dem Kollektiv CryptoWiener ist Bernhard Nessler - in der Szene besser als NISSLA bekannt - eine feste Größe der so genannten Krypto-Kunst. Dank einer performativen, oft auch humorvollen, Herangehensweise haben er und seine Mitstreiter:innen eine ganz eigene Handschrift im virtuellen Raum entwickelt. Aber weiß das eigentlich auch die „klassische“ Kunstszene? Folge 43 ist ein Erklärstück: Bernhard Nessler bringt auf den Punkt, worum es bei NFT, Crypto-Art, Blockchain und Co. eigentlich geht - leicht verständlich und mit viel Leidenschaft für ein noch junges Phänomen der Kunstwelt.

mit Fabian Burstein · 23. Mai 2025

#42 Sieben Jahre nach dem Erl-Skandal: Über MeToo, Machtmissbrauch und mangelnde Aufarbeitung - mit Edith Meinhart & Elisabeth Kulman

Folge 43 · Dauer 1:13:32 mins

#42 Sieben Jahre nach dem Erl-Skandal: Über MeToo, Machtmissbrauch und mangelnde Aufarbeitung - mit Edith Meinhart & Elisabeth Kulman

Causen wie jene rund um das Theater in der Josefstadt und das Theater der Jugend zeigen auf, wie der Kulturbetrieb nachwievor am Thema Machtmissbrauch kiefelt. Aber wie war das vor sieben Jahren, als #MeToo noch als junge Bewegung galt und die Akzeptanz von Grenzüberschreitungen in der Kultur zur gängigen Praxis gehörte? Der Skandal rund um die Tiroler Festspiele Erl und ihren Intendanten Gustav Kuhn gilt heute in vielerlei Hinsicht als Wendepunkt. Dank journalistischer Beharrlichkeit und mutiger Künstler:innen schaffte es der Fall in den öffentlichen Diskurs und brachte einiges in Rollen. Folge 42 bittet zwei maßgebliche Akteurinnen von damals vors Mikro: Edith Meinhart tauchte für das PROFIL tief in die Abgründe der Festspiele Erl ein und berichtete trotz großer Widerstände und Risiken. Die Sängerin Elisabeth Kulman gehörte zu den ersten namhaften Künstler:innen, die sich lange vor #MeToo öffentlich gegen Machtmissbrauch positionierten. In der Causa Erl wurde sie zur Integrationsfigur für viele Opfer. Zusammen ziehen sie am BÜHNENEINGANG sieben Jahre danach eine ambivalente Zwischenbilanz. Diese Folge entstand wieder in Kooperation mit dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer". Hinweis für Betroffene: Auf der Website der Beratungsstelle #we_do! findet sich ein Überblick zu Anlaufstellen, die sich mit Diskriminierung, Belästigung, Machtmissbrauch, Gewalt und arbeitsrechtlichen Fragen befassen. Die dort aufgelisteten Angebote inkludieren alle Sparten des Kulturbetriebs.

mit Fabian Burstein · 22. Mai 2025

#41 New Work, Diversität und die "Kunst des Aushaltens": Arbeitskultur in der Kultur - mit Pamela Rath

Folge 41 · Dauer 47:52 mins

#41 New Work, Diversität und die "Kunst des Aushaltens": Arbeitskultur in der Kultur - mit Pamela Rath

Als Expertin für New Work, Diversität und Female Leadership berät und prägt Pamela Rath das Personalwesen von großen Organisationen. Ihre Analysen haben sie zu einer der wichtigsten österreichischen Influencer*innen für Human Resources gemacht. Nun hat Pamela Rath ihre Erfahrungen in ein Buch gegossen, das bezeichnenderweise "Die Kunst des Aushaltens" heißt. In Folge 41 zeigt sie auf, wie man das "Aushalten" in den Kulturbetrieb überträgt und welche Potenziale ein sensibler Umgang mit dem Thema Personal auch dort freisetzen könnte.

mit Fabian Burstein · 16. Mai 2025

#40 Weltpolitik, Skandale, queere Revolutionen: Ein etwas anderer Blick auf den Eurovision Song Contest - mit Florian Wagner

Folge 40 · Dauer 54:23 mins

#40 Weltpolitik, Skandale, queere Revolutionen: Ein etwas anderer Blick auf den Eurovision Song Contest - mit Florian Wagner

Jahr für Jahr hält ein Gesangswettbewerb der Gesellschaft den Spiegel vor - und das hat kaum mit den dargebotenen Liedern zu tun. Hinter der Fassade einer grellen Musikshow wurde der Eurovision Song Contest sukzessive zum Politikum. Kriegerische Konflikte, Minderheitenrechte, Verbote von politischen Symbolen, umstrittene Protagonist:innen und symbolschwangere Auftritte zwischen Befreiungskitsch und Nationalismus: All diese Facetten schwingen mit, wenn das Eurovisionslogo einen weiteren Song Contest Abend einläutet. Florian Wagner ist Kurator am Haus der Geschichte Österreich und Song Contest Experte. Sein Hintergrundwissen hilft, das Phänomen Eurovision Song Contest besser zu verstehen.

mit Fabian Burstein · 09. Mai 2025

#39 Über mangelnde Zugänglichkeit in Kultur und Kulturjournalismus - mit Manon Soukup

Folge 39 · Dauer 1:00:21 mins

#39 Über mangelnde Zugänglichkeit in Kultur und Kulturjournalismus - mit Manon Soukup

Host: Selina Teichmann Als Türöffner zu Kunst und Kultur versteht sich das Online-Medium Kulturknistern. Gründerin Manon Soukup hat sich nach mehreren Jahren in der Opernbranche und bei ORF III mit ihrem eigenen Format die verständliche Vermittlung von Kulturthemen zum Ziel gesetzt. In dieser Folge beleuchtet sie, wo es in Sachen kultureller Bildung Aufholbedarf gibt, warum Rezensionen in ihren Augen unverzichtbar sind und wieso umfangreiche Kulturangebote trotz günstiger Karten oft unzugänglich bleiben.

mit Fabian Burstein · 02. Mai 2025

#38 Was ist "Volkskultur" und welchem "Volk" gehört sie eigentlich? - mit Birgit Denk

Folge 38 · Dauer 51:07 mins

#38 Was ist "Volkskultur" und welchem "Volk" gehört sie eigentlich? - mit Birgit Denk

Birgit Denk macht unprätentiösen Mundart-Pop - wohl ein Hauptgrund dafür, dass sie als "volksnah" gilt. Aber ist sie deshalb Teil der so genannten "Volkskultur", die im Sog rechter Wahlerfolge eine begriffliche Renaissance feiert? In Folge 38 räumt eine Ikone des Dialekts mit den Kulturkampf-Etiketten der Neuen Rechten auf und nimmt dabei auch eine Kunst- und Kulturszene in die Pflicht, die zunehmend unnahbar geworden ist.

mit Fabian Burstein · 25. April 2025

#37 Die nackten Zahlen des Bühnenvereins. Und was sie über die Theaterkrise in Wien erzählen. - mit Rainer Glaap

Folge 37 · Dauer 1:01:49 mins

#37 Die nackten Zahlen des Bühnenvereins. Und was sie über die Theaterkrise in Wien erzählen. - mit Rainer Glaap

Im März 2025 veröffentlichte der Deutsche Bühnenverein seine erste große Theaterstatistik nach Corona und lieferte damit endlich eine valide, 300 Seiten starke, Standortbestimmung für die gesamte Kulturszene. Kaum beachtet: Die Veröffentlichung beinhaltet auch Daten aus Österreich. Und die haben es in sich - insbesondere was die Bundeshauptstadt Wien betrifft. Entgegen kulturpolitischer Beteuerungen steckten die dort erfassten Sprechtheater trotz Rückkehr zum Normalbetrieb in einer schweren Krise. Der deutsche Publikumsforscher Rainer Glaap tauchte für diese Folge in das österreichische Zahlenkonvolut ein und förderte Fakten mit politischer Sprengkraft zutage.

mit Fabian Burstein · 18. April 2025

#36 Demokratiekrise, Populismus, Korruption: Ist die Kunstfreiheit in Gefahr? - mit Oliver Scheiber

Folge 36 · Dauer 57:45 mins

#36 Demokratiekrise, Populismus, Korruption: Ist die Kunstfreiheit in Gefahr? - mit Oliver Scheiber

Oliver Scheiber kennt die alltägliche Anwendung von Gesetzen: Als Vorsteher des Bezirksgerichts Meidling in Wien und Richter in Strafsachen agiert er nah an der Lebensrealität der Bürger*innen. Gleichzeitig ist er aber auch ein stetiger Aktivposten der Zivilgesellschaft, etwa als Vizepräsident des Kunstvereins Alte Schmiede, Vorstandsmitglied bei SOS Mitmensch und Mitinitiator des Antikorruptionsvolksbegehrens. Eine perfekte Ausgangssituation, um der dringlichen Frage nachzugehen: Ist die Kunstfreiheit ob der multiplen Gesellschaftskrisen in akuter Gefahr?

mit Fabian Burstein · 11. April 2025

#35 Über das Gespräch als Kulturtechnik und Lebensaufgabe - mit Renata Schmidtkunz

Folge 35 · Dauer 51:48 mins

#35 Über das Gespräch als Kulturtechnik und Lebensaufgabe - mit Renata Schmidtkunz

Die Fragende wird zur Befragten: Seit mehr als 25 Jahren prägt Renata Schmidtkunz das bekannte Ö1-Format "Im Gespräch" und damit das ganze Genre Radio-Interview. In Folge 35 wagt sie den Rollentausch und gibt Einblicke in einen Arbeitsalltag, der von dramaturgischem Handwerk, denkwürdigen Begegnungen und dem "Berührtsein" geprägt ist. Dabei spricht Renata Schmidtkunz auch von Herausforderungen jenseits des eigentlichen Gespräch: Etwa wenn sie für ihre Interviewführung kritisiert oder Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage wird. Und sie macht deutlich: Die Kulturtechnik Gespräch hat noch lange nicht ausgedient.

mit Fabian Burstein · 04. April 2025

#34 Rechte Kulturkampfzone Steiermark - mit Nina Schedlmayer

Folge 34 · Dauer 1:02:41 mins

#34 Rechte Kulturkampfzone Steiermark - mit Nina Schedlmayer

Die kulturpolitische Ära der neuen FPÖ-ÖVP-Landesregierung in der Steiermark begann mit einem Knalleffekt: Ein Großteil des Kulturkuratoriums wurde kurzerhand abgesetzt und durch Vertrauensleute der neuen Regierenden ersetzt. Doch nicht nur der Vorgang an sich sorgt für Entsetzen: In den Reihen der Neo-Mitglieder finden sich Personen mit bedenklichen Verbindungen in die rechtsextreme Szene und vermeintliche Expert:innen, die bislang kaum durch Kulturexpertise aufgefallen sind. Ein Text der Journalistin Nina Schedlmayer ist Ausgangspunkt von Folge 34, die die Kaperung eines maßgeblichen Kulturgremiums von Rechts rekonstruiert.

mit Fabian Burstein · 21. März 2025

#33 "Vermittlung ist nicht eine Unterabteilung, sondern eine Grundhaltung" - mit Norbert Trawöger

Folge 33 · Dauer 1:03:20 mins

#33 "Vermittlung ist nicht eine Unterabteilung, sondern eine Grundhaltung" - mit Norbert Trawöger

Norbert Trawöger ist als künstlerischer Direktor des Bruckner Orchesters Linz fest im Hochkultur-Betrieb verankert. Doch entgegen aller Klischees gilt er auch als ein Meister der niederschwelligen Vermittlung, der mit kindlich anmutender Begeisterung Musik-Formate für unterschiedlichste Zielgruppen entwickelt. Egal ob als Festivalleiter, Anton-Bruckner-Biograf oder Flötenspieler: Trawöger nimmt man die Zugänglichkeit von Klassik ab. Aber warum eigentlich? Und was kann der Kulturbetrieb insgesamt von seiner Haltung lernen? Folge 33 gibt Einblicke in eine kulturelle Identität zwischen Management, Vermittlung und Künstlertum.

mit Fabian Burstein · 14. März 2025

#32 Tun ÖVP, SPÖ und NEOS auch "das Richtige" für die Kultur? - mit Anke Schad-Spindler

Folge 32 · Dauer 1:06:17 mins

#32 Tun ÖVP, SPÖ und NEOS auch "das Richtige" für die Kultur? - mit Anke Schad-Spindler

"Jetzt das Richtige tun. Für Österreich." Unter diesem Motto haben ÖVP, SPÖ und NEOS ein Regierungsprogramm für die nächste Legislaturperiode vorgelegt. Aber tut das schwarz-rot-pinke Bündnis auch das Richtige für Kunst, Kultur und die dazugehörigen Querschnittsthemen? Was versteht die neue Bundesregierung unter "niederschwelliger Kultur", wie vernetzt sie Kunst und Bildung, wo sieht sie Potenziale für die Jugendkultur und welche Impulse möchte sie für eine zeitgemäße Erinnerungsarbeit setzen? Diesen und vielen anderen Fragen geht die Sonderfolge 32 mit der kulturpolitischen Expertin Anke Schad-Spindler auf den Grund. Es handelt sich um die erste große Analyse der kulturpolitischen Positionen im Regierungsprogramm der frisch angelobten Koalition.

mit Fabian Burstein · 05. März 2025

#31 "Wir haben eher den Glamour des Lumpenproletariats" - mit Barbara Kadletz & Max Freudenschuß

Folge 31 · Dauer 1:03:32 mins

#31 "Wir haben eher den Glamour des Lumpenproletariats" - mit Barbara Kadletz & Max Freudenschuß

Es kommt nicht oft vor, dass sich eine neu gegründete Interessensvertretung ohne Rücksicht auf Platzhirsche für eine ganze Branche verantwortlich erklärt. Die IG Buchmenschen haben genau das getan und sprechen seit Ende 2024 selbstbewusst für Buchhandlungen, Verlage, Redaktionen, Dienstleister:innen, Literatur-Influencer:innen und alle anderen Gewerke rund um die Szene. Folge 31 widmet sich der Frage, wie die Branche eigentlich funktioniert, warum Österreich eine neue Vernetzungsplattform für Menschen aus der Buchwelt benötigt und welche Irritationen man mit so einer Neugründung auslöst. Zu Gast sind Barbara Kadletz, Buchhändlerin und freie Autorin, sowie Max Freudenschuß, Geschäftsführer und Co-Eigentümer des Magazins Buchkultur. Die beiden gehören zum IG Buchmenschen Vorstand.

mit Fabian Burstein · 28. Februar 2025

#30 Über die Wiederauferstehung des investigativen Kulturjournalismus - mit Anna Wielander & Helene Dallinger

Folge 30 · Dauer 1:04:37 mins

#30 Über die Wiederauferstehung des investigativen Kulturjournalismus - mit Anna Wielander & Helene Dallinger

Mit Recherchen rund um Machtmissbrauch am Theater in der Josefstadt und im Theater der Jugend haben die Journalistinnen Anna Wielander und Helene Dallinger in den letzten Monaten für einigen Gesprächsstoff gesorgt. Ihre Veröffentlichung in der Tageszeitung DER STANDARD haben einmal mehr eine Debatte über Missstände, MeToo-Fälle und angstbesetzte Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb losgetreten. Episode 30 folgt den beiden ins Auge des journalistischen Hurrikans: Im Gespräch rekonstruieren Anna Wielander und Helene Dallinger den Weg von den ersten Hinweisen, über die komplexen Recherchen bis hin zum Knalleffekt der Veröffentlichung. Sie sprechen über journalistisches Handwerk, Opferschutz, öffentlichen Druck, das Schweigen der Politik und die unterrepräsentierte Rolle des Investigativjournalismus in Österreichs Kulturszene. Die Folge entstand wieder in Kooperation mit Michael Nikbakhsh und dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer".

mit Fabian Burstein · 14. Februar 2025

#29 Im Duett mit der KI - mit Thomas Rabitsch

Folge 29 · Dauer 54:13 mins

#29 Im Duett mit der KI - mit Thomas Rabitsch

Falco, Hansi Lang, Hallucination Company, Drahdiwaberl, Dancing Stars, Starmania: In dieser Gemengelage aus Welthits, Subkultur, persönlichen Abstürzen und TV-Erfolgen gibt es ein Kontinuum - und das heißt Thomas Rabitsch. Der Keyboarder und Komponist war stets dabei. Als Musiker, Bandleader, Produzent und Freund. Zum 70. Geburtstag des 2008 verstorbenen Hansi Lang entdeckte Thomas Rabitsch eine neue musikalische Komplizin in Form der KI. Mit ihrer Hilfe entwickelten sich Demos aus einem kleinen Kabinett in Sievering zu einem posthumen Album namens „Sing Hansi – Lieder aus dem Gemeindebau“. Ein Gespräch über neue Technologien, alte Weggefährten und die eigene künstlerische Identität.

mit Fabian Burstein · 07. Februar 2025

#28 "Über Kulturpolitik kann man zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik machen" - mit Peter Marboe

Folge 28 · Dauer 1:09:34 mins

#28 "Über Kulturpolitik kann man zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik machen" - mit Peter Marboe

Peter Marboe war Direktor des Austrian Cultural Institutes in New York, Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Außenministerium, Wiener Kulturstadtrat und Intendant des Wiener Mozartjahrs 2006. Unabhängig von seiner Verankerung in der ÖVP genoss er ob seiner Expertise und Weltoffenheit in allen Funktionen parteiübergreifenden Respekt. Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches "Mehr Kultur in der Politik“ spricht Peter Marboe über seine bemerkenswerte Vita, gewährt offene Einblicke in das kulturpolitische Geschehen der 1990er und zeigt auf, warum er eine FPÖ in der Regierung nicht nur für ein kulturpolitisches Problem hält.

mit Fabian Burstein · 31. Jänner 2025

#27 Achtzehn Stimmen aus der Theaterhölle: Die Causa Föttinger geht in die nächste Runde - mit Wolfgang Renzl & Michael Nikbakhsh

Folge 27 · Dauer 1:03:34 mins

#27 Achtzehn Stimmen aus der Theaterhölle: Die Causa Föttinger geht in die nächste Runde - mit Wolfgang Renzl & Michael Nikbakhsh

Der Skandal rund um Machtmissbrauch und Übergriffe am Theater in der Josefstadt ist um ein Kapitel reicher. Es geht um den Untersuchungsbericht einer Anwaltskanzlei, deren Unabhängigkeit medial diskutiert wird, um achtzehn nachträglich eingebrachte Stellungnahmen, die der Öffentlichkeit größtenteils noch nicht bekannt sind und in ihrer Tonalität schockieren, um eine Ensemblevertretung, die sich offenbar unter Druck gesetzt fühlte und um Fragezeichen hinsichtlich der Informationsflüsse innerhalb der Kontrollgremien. Zu Gast ist Opferanwalt Wolfgang Renzl. Folge 27 ist wieder in Kooperation mit Michael Nikbakhsh und dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer" entstanden. Sie beinhaltet auch Stellungnahmen von Thomas Drozda, Vorsitzender des Vorstands der Theater in der Josefstadt - Privatstiftung und des Aufsichtsrats der Theater in der Josefstadt Betriebsgesellschaft m.b.H., und von Herbert Föttinger, Künstlerischer Direktor des Theaters in der Josefstadt.

mit Fabian Burstein · 17. Jänner 2025

#25 Inszenierung von Macht als Selbstschutz - mit Cornelia Rainer

Folge 25 · Dauer 57:30 mins

#25 Inszenierung von Macht als Selbstschutz - mit Cornelia Rainer

Als Regisseurin hat Cornelia Rainer bereits für viele renommierte Häuser und Festivals - darunter das Wiener Burgtheater, das Thalia Theater in Hamburg oder das Festival d'Avignon - gearbeitet. Die daraus resultierenden Erfahrungen fließen nicht nur in ihre künstlerische Arbeit sondern auch in das so genannte "Pokerface Training", das sie mit ihrem Mann, dem Schauspieler Matthias Mamedof, entwickelt hat. In diesem Training geht es um Macht. Oder besser gesagt: Um die Inszenierung von Macht. Folge 25 liefert wertvolle Erkenntnisse, wie wir uns auf Basis von Schauspiel-Kompetenz mit Mimik, Gestik und Körpersprache in hierarchischen Systemen behaupten und gegen übergriffiges Verhalten wehren - in der Kultur, in der Wirtschaft und im Privatleben.

mit Fabian Burstein · 10. Jänner 2025

#26 Salzburger Festspiele gegen Axel Brüggemann: Ein Kulturjournalist muss vor Gericht - mit Axel Brüggemann & Michael Nikbakhsh

Folge 26 · Dauer 1:02:46 mins

#26 Salzburger Festspiele gegen Axel Brüggemann: Ein Kulturjournalist muss vor Gericht - mit Axel Brüggemann & Michael Nikbakhsh

Zwei Abmahnungen sorgten Ende 2024 für ordentlich Wirbel in der Kulturszene: Absender waren der Salzburger Festspielfonds und Intendant Markus Hinterhäuser - Empfänger der Kulturjournalist Axel Brüggemann, der mehrfach kritisch über die Salzburger Festspiele berichtete. Offen blieb die Frage, ob der Konflikt wirklich vor einem Richter landet. Seit Kurzem steht fest: Die Abmahner haben beim Landgericht Hamburg einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung eingereicht. Der Grund für das harte Vorgehen laut Salzburger Festspiele: "persönlichkeitsrechtsverletzende Äußerungen". Streitwert: 70.000 Euro. Was steckt hinter dem Konflikt, was bedeutet er für einen freien Journalisten und den Kulturjournalismus insgesamt und wie geht es nun weiter? Erstmals spricht Axel Brüggemann ausführlich über eine Causa, deren Ausgang große Signalwirkung haben könnte. Diese Folge entstand in Kooperation mit dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer".

mit Fabian Burstein · 10. Jänner 2025

#24 Sex, Nacktheit, Hochkultur: Ewiger Aufreger oder längst Mainstream? - mit Beatrix Roidinger

Folge 24 · Dauer 53:59 mins

#24 Sex, Nacktheit, Hochkultur: Ewiger Aufreger oder längst Mainstream? - mit Beatrix Roidinger

Doris Uhlichs "Pudertanz" zur Eröffnung der Kulturhauptstadt Salzkammergut oder Florentina Holzingers "Sancta" an der Stuttgarter Staatsoper haben 2024 wieder mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Nacktheit und (vermeintlich) sexuelle Inhalte auf der Bühne haben nachwievor Skandalpotenzial. Aber was erzählt uns das über unsere angeblich so aufgeklärte Gesellschaft? Erleben wir neben der Sexualisierung von Kultur auch eine Kulturalisierung von Sex? Und wie sieht eine Sexologin das Spannungsfeld von Kultur, Sexualität, Religion und Inklusion? Folge 24 wird explizit und kommt dabei ganz ohne "explicit language" aus.

mit Fabian Burstein · 03. Jänner 2025

#23 Machtmissbrauch und Ausbeutung in der Filmbranche: Wer hilft den Opfern? - mit Meike Lauggas

Folge 23 · Dauer 1:14:26 mins

#23 Machtmissbrauch und Ausbeutung in der Filmbranche: Wer hilft den Opfern? - mit Meike Lauggas

Meike Lauggas kennt die verheerenden Folgen von Machtmissbrauch, Ausbeutung, Belästigung und Diskriminierung in der Filmbranche. Seit 2019 begleitet sie im Rahmen der Beratungsstelle #we_do! Film- und Fernsehschaffende aus Österreich, die Opfer von Missständen und Grenzüberschreitungen geworden sind. Anhand ihrer ungeschönten Einblicke wird klar: Auch sieben Jahre nach dem Aufkommen von #MeToo gibt es noch einiges zu tun.

mit Fabian Burstein · 27. Dezember 2024

#22 Was hat die Causa René Benko mit Theater zu tun? - mit Ashwien Sankholkar

Folge 22 · Dauer 1:15:09 mins

#22 Was hat die Causa René Benko mit Theater zu tun? - mit Ashwien Sankholkar

Als Investigativjournalist hat Ashwien Sankholkar große Korruptionsskandale wie die BUWOG-Affäre rund um Karl-Heinz Grasser aufgedeckt. Seit 2019 ist er Gesellschafter und Chefreporter der Plattform DOSSIER und wurde hier auch zum Kulturpionier: Denn gemeinsam mit dem Wiener Volkstheater brachte er das noch junge Genre "Investigativ-Theater" nach Österreich. Das Stück "Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“ sorgte für internationale Beachtung, auch die „Financial Times“ berichtete. Zuletzt wurde DOSSIER wegen seiner Theaterprojekte unter 136 Bewerbungen vom Media Forward Fund als eines von vier Medienhäusern für eine Spezialförderung ausgewählt. Folge 22 blickt hinter die Kulissen einer noch jungen Kulturgattung. Doch Ashwien Sankholkar spricht nicht nur über die Verbindung von investigativen Recherchen und Theater - er wagt auch einen kritischen Blick auf den Kulturjournalismus und erzählt über eine aktuelle, bislang unveröffentlichte Recherche, im Kulturbetrieb. Redaktionelle Mitarbeit: Selina Teichmann

mit Fabian Burstein · 13. Dezember 2024

#21 Kultur, Politik, Stadtmarketing, ÖVP ... und das leidige Thema Postenschacher - mit Christoph Thoma

Folge 21 · Dauer 1:04:55 mins

#21 Kultur, Politik, Stadtmarketing, ÖVP ... und das leidige Thema Postenschacher - mit Christoph Thoma

Nach fünf Jahren als ÖVP-Kultursprecher im Vorarlberger Landtag ist Christoph Thoma Ende 2024 in den österreichischen Bundesrat gewechselt. Doch die politischen Ämter sind nur ein Teil seiner Vita. Zunächst machte er sich als Kulturmanager und Stadtmarketing-Experte einen Namen. Es ist wohl dem Esprit des Quereinsteigers geschuldet, dass sich Christoph Thoma recht unverblümt zu aktuellen kulturpolitischen Fragen äußert und die Rolle der ÖVP in den laufenden Regierungsverhandlungen kommentiert: mal nachdenklich, mal streitlustig, hie und da auch selbstkritisch.

mit Fabian Burstein · 06. Dezember 2024

#20 "Es wird so viel gebullshitted": Ist Kultur ein Investment wert? - mit Eveline Steinberger

Folge 20 · Dauer 1:05:18 mins

#20 "Es wird so viel gebullshitted": Ist Kultur ein Investment wert? - mit Eveline Steinberger

Als Pionierin der österreichischen Investment- und Venturing-Szene ist die Unternehmerin Eveline Steinberger auch Teil der Puls 4 Start-up Show "2 Minuten 2 Millionen" und damit ein popkulturelles Role Model für junge Gründer:innen. Ihr Hauptfokus richtet sich auf disruptive Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Big Data und Robotik. Diese Folge geht der Frage nach, ob Kulturwirtschaft im harten Kampf um Risiko-Kapital bestehen kann, was es braucht, um in einem Pitch wirklich zu überzeugen und welche Rolle ein eigenes Ministerium für Technologie, Kultur und Bildung bei Regierungsverhandlungen spielen sollte.

mit Fabian Burstein · 29. November 2024

#19 Inside Kulturausschuss: Politik abseits der Öffentlichkeit - mit Ursula Berner

Folge 19 · Dauer 1:07:40 mins

#19 Inside Kulturausschuss: Politik abseits der Öffentlichkeit - mit Ursula Berner

Einmal im Monat berichtet die grüne Oppositionspolitikerin Ursula Berner detailreich aus dem Wiener Kulturausschuss - und bewegt sich damit in einer rechtlichen Grauzone. Denn eigentlich ist dieses Gremium nicht öffentlich, obwohl hier wichtige Entscheidungen zur Zukunft der Wiener Kulturszene maßgeblich vorbereitet werden. Höchste Zeit also für einen Blick hinter die Kulissen, der sich auch als Erklärstück zur Funktionsweise von Demokratie in kommunalen Strukturen eignet und in einer zentralen Erkenntnis mündet: Wien braucht offenbar eine kulturpolitische Transparenzoffensive.

mit Fabian Burstein · 15. November 2024

#18 Vom Firmenkundenbetreuer zum Museumschef: Ein kulturpolitisches Sittenbild

Folge 18 · Dauer 17:51 mins

#18 Vom Firmenkundenbetreuer zum Museumschef: Ein kulturpolitisches Sittenbild

Das steirische Joanneum gehört zu den bedeutendsten Universalmuseen Europas mit hochkarätigen Sammlungen an insgesamt vierzehn Standorten. 2022 wurde dort der Top-Job der kaufmännischen Geschäftsführung ausgeschrieben, für den sich prompt 28 Bewerber:innen interessierten. Das Rennen machte schließlich der Leiter Firmenkundenbetreuung einer Regionalbank, der in den Monaten davor als Finanzreferent für die regierende ÖVP gewirkt hatte. Folge 18 rekonstruiert eine Besetzungsposse mit politischer Brisanz.

mit Fabian Burstein · 08. November 2024

#17 Eine Biografie zwischen Kultur, Macht und Politik - mit Marc Grandmontagne

Folge 17 · Dauer 1:12:42 mins

#17 Eine Biografie zwischen Kultur, Macht und Politik - mit Marc Grandmontagne

Marc Grandmontagne war unter anderem Geschäftsführender Direktor des mächtigen Deutschen Bühnenvereins und Headhunter für Top-Jobs im Kulturbetrieb. Im Juli 2024 wurde er als Parteiloser in Ingolstadt zum neuen Referenten für Kultur und Bildung gewählt. Anhand einer vielseitigen Karriere begibt sich diese Folge zu den Stellschrauben der Macht und zeigt eindrucksvoll auf, woran es in österreichischen Kultur-Stellenbesetzungsverfahren hapert.

mit Fabian Burstein · 01. November 2024

#16 "Das ist nichts, wovon du leben kannst": Der harte Kultur-Arbeitsmarkt - mit Johannes Kopf

Folge 16 · Dauer 1:01:02 mins

#16 "Das ist nichts, wovon du leben kannst": Der harte Kultur-Arbeitsmarkt - mit Johannes Kopf

Glaubt man aktuellen Wirtschaftsprognosen, steuert Österreich auf schwierige Zeiten zu. Einmal mehr dürften Beschäftigte im Kunst- und Kulturbereich aufgrund prekärer Arbeitsverhältnisse und Lücken im Sozialsystem zu den großen Verlierern zählen. Johannes Kopf ist Vorstandsvorsitzender des Arbeitsmarktservice Österreich. In dieser Folge klärt er über die vielfach vernachlässigten Realitäten des Kultur-Arbeitsmarktes auf. Dabei pocht er auf die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst, gibt ungeschönte Einblicke in die tagtägliche Arbeit mit Kulturschaffenden und liefert Anhaltspunkte, wie Kultur- und Beschäftigungspolitik endlich zusammen gedacht werden könnten.

mit Fabian Burstein · 25. Oktober 2024

#15 Der angeschüttete Klimt: Was uns Klimaprotest über den Kulturbetrieb lehrt - mit Florian Wagner

Folge 15 · Dauer 1:01:14 mins

#15 Der angeschüttete Klimt: Was uns Klimaprotest über den Kulturbetrieb lehrt - mit Florian Wagner

Als Aktivist der „Letzten Generation“ schüttete Florian Wagner schwarze Flüssigkeit auf Gustav Klimts legendäres Gemälde „Tod und Leben“ und sorgte damit für eine Welle der Empörung – sowohl in Boulevard-Medien, als auch im Kulturbetrieb. Zwei Jahre danach wagt er einen Blick zurück und liefert ein differenziertes Bild zu den Themen Protest, Klimagerechtigkeit, Demokratie und Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb. Und er gibt Einblicke in die mittlerweile aufgelöste „Letzte Generation Österreich“, von der er sich bereits vor dem abrupten Ende entfernt hatte.

mit Fabian Burstein · 18. Oktober 2024

#14 Die "Freiheit der Kunst", was ist das eigentlich? - mit Heinz Mayer

Folge 14 · Dauer 1:05:02 mins

#14 Die "Freiheit der Kunst", was ist das eigentlich? - mit Heinz Mayer

Wahlsiege populistischer Parteien, Cancel-Culture-Debatten und zivilgesellschaftliche Initiativen haben sie wieder in den Fokus gerückt: Die "Freiheit der Kunst" als Sinnbild für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Viele wähnen sie in Gefahr, wobei die damit einhergehenden Sorgen das gesamte politische Spektrum bedienen. Doch was bedeutet dieser Rechtsgrundsatz wirklich? Wo ist er reale Handlungsanleitung und wo ein romantischer Mythos? Der renommierte Jurist Heinz Mayer holt die Hörer:innen beim emotionalen Thema "Kunstfreiheit" zurück auf den Boden der Verfassung.

mit Fabian Burstein · 11. Oktober 2024

#13 "Dann sind die Schotten dicht": Wie ein Whistleblower das Musiktheater an der Wien in Bedrängnis bringt - mit Michael Nikbakhsh

Folge 13 · Dauer 47:19 mins

#13 "Dann sind die Schotten dicht": Wie ein Whistleblower das Musiktheater an der Wien in Bedrängnis bringt - mit Michael Nikbakhsh

Im September verkündete das Musiktheater an der Wien die planmäßige Wiedereröffnung des Hauses mit dem fast beiläufigen Hinweis auf "einige Umstellungen im Programm" wegen Schulungen und Testläufen. Der interne Mitschnitt eines Whistleblowers von einer Baubesprechung bringt dieses Bild nun ins Wanken. Dem Theater stehen aus baulichen Gründen offenbar gewaltige Verzögerungen des regulären Spielbetriebs mit weitreichenden Konsequenzen bevor. Und: Die Insider-Informationen legen nahe, dass sich die Probleme schon länger abgezeichnet haben dürften. Diese Folge entstand in Kooperation mit dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer".

mit Fabian Burstein · 04. Oktober 2024

#12 Nach dem Kultur(wahl)kampf: Eine kulturpolitische Analyse zur NR-Wahl 24 - mit Anke Schad-Spindler

Folge 12 · Dauer 1:03:34 mins

#12 Nach dem Kultur(wahl)kampf: Eine kulturpolitische Analyse zur NR-Wahl 24 - mit Anke Schad-Spindler

Die österreichische Nationalratswahl hat für ein politisches Erdbeben gesorgt. Erstmals ist die rechtspopulistische FPÖ stimmenstärkste Partei. Die ÖVP musste ein Rekord-Minus einstecken während die SPÖ ihren historischen Tiefststand von 2019 nochmals unterbot. Doch was bedeutet all das aus kulturpolitischer Sicht? In dieser Folge gibt es eine ausführliche Analyse zur letzten Legislaturperiode und zur zurückliegenden Wahl. Ein Kunst- und Kultur-Check der Wahlprogramme zeigt auf, wohin die Reise der Kulturpolitik in den nächsten Jahren gehen könnte.

mit Fabian Burstein · 02. Oktober 2024

#11 Die Kunst der radikalen Zuversicht - mit Stefanie Jaksch

Folge 11 · Dauer 1:03:34 mins

#11 Die Kunst der radikalen Zuversicht - mit Stefanie Jaksch

Erbitterte Kulturkämpfe, gesellschaftliche Spaltung, Wahlerfolge rechtsextremer Parteien: Selten zuvor war es so naheliegend, sich dem Kulturpessimismus hinzugeben. Gerade deshalb wagt diese Folge einen Ausflug in die radikale Zuversicht. Zu Gast ist Stefanie Jaksch. „Über das Helle“ heißt ihr aktuelles Buch, das eine Renaissance der Hoffnung propagiert. Wie können wir diese Hoffnung konkret schüren? Welche Rolle spielt dabei ein reformierter Kulturbetrieb? Und warum zieht Stefanie Jaksch die Verlags- der Theaterarbeit vor? Hier gibt es diesmal Antworten, die ganz im Zeichen des Kulturoptimismus stehen.

mit Fabian Burstein · 27. September 2024

#10 Raus aus dem Skandalmodus: Quo vadis, Theater in der Josefstadt? - mit Marie Rötzer

Folge 10 · Dauer 1:05:38 mins

#10 Raus aus dem Skandalmodus: Quo vadis, Theater in der Josefstadt? - mit Marie Rötzer

Ab der Saison 2026/27 übernimmt die Intendantin Marie Rötzer das traditionsreiche Theater in der Josefstadt. Seit ihrer Bestellung im Juni 2024 ist das Haus in eine veritable Krise rund um sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch geraten. Erstmals seit dem Bekanntwerden schwerwiegender Vorwürfe gegen Noch-Direktor Herbert Föttinger bezieht seine designierte Nachfolgerin ausführlich und in bemerkenswerter Offenheit Stellung und skizziert ihre Pläne für ein zukunftsfähiges Theater jenseits autoritärer Strukturen.

mit Fabian Burstein · 20. September 2024

#09 Ein Lehrstück ohne Happy End: Kultur und Bildung - mit Daniel Landau

Folge 9 · Dauer 1:12:32 mins

#09 Ein Lehrstück ohne Happy End: Kultur und Bildung - mit Daniel Landau

Kann Kunst dazu beitragen, dass sich unser marodes Bildungssystem zu einem Ort des zukunftsfähigen Lernens weiterentwickelt? Und umgekehrt: Ist ein reformierter Schulbetrieb der Schlüssel, um nachrückende Generation in die Kulturinstitutionen zu bringen? Seit Jahren kreisen Kultur- und Bildungspolitik um diese und ähnliche Fragen – mit erstaunlich wenig konkreten Ergebnissen. Daniel Landau ist Dirigent, Lehrer und politischer Aktivist. In dieser Folge liefert er Anhaltspunkte, wie der Schulterschluss gelingen könnte.

mit Fabian Burstein · 13. September 2024

#08 Im Maschinenraum der Kulturpolitik - mit Rudolf Scholten

Folge 8 · Dauer 1:05:02 mins

#08 Im Maschinenraum der Kulturpolitik - mit Rudolf Scholten

Wenn es um prägende kulturpolitische Persönlichkeiten in Österreich geht, fällt stets der Name Rudolf Scholten. Sieben Jahre lang verantwortete er als Bundesminister das Thema Kunst und war dabei stets ein unerschrockener Aktivposten in öffentlichen Debatten. Auch nach seiner Regierungszeit blieb Rudolf Scholten dem Thema Kultur treu, etwa als Aufsichtsratspräsident der Wiener Festwochen. In einem seiner seltenen Interviews gibt er Einblicke in die Arbeit an den Stellschrauben der kulturpolitischen Macht und äußert sich zu aktuellen Reizthemen des Kunstbetriebs.

mit Fabian Burstein · 06. September 2024

#07 Machtsystem Kultur: Ein Tabubruch - mit Christine Bauer-Jelinek

Folge 7 · Dauer 54:38 mins

#07 Machtsystem Kultur: Ein Tabubruch - mit Christine Bauer-Jelinek

Machtkämpfe, Machtmissbrauch, Ohnmachtsgefühle: Immer wieder gerät der Kulturbetrieb in Turbulenzen, die unmittelbar mit dem Thema "Macht" zu tun haben. Aber ist ein Kultursystem ohne Macht überhaupt denkbar? Welche Spielregeln müssen wir beachten, damit uns die destruktive Seite der Macht nicht überrollt? Fehlt uns im Kulturbetrieb vielleicht so etwas wie „Machtkompetenz“? Christine Bauer-Jelinek, Coach und Autorin mit dem Schwerpunkt Macht, gibt Einblicke in ein tabuisiertes Feld.

mit Fabian Burstein · 30. August 2024

#06 Werden wir beim Thema Kulturpolitik rechts überholt? - mit Nina Horaczek

Folge 6 · Dauer 52:43 mins

#06 Werden wir beim Thema Kulturpolitik rechts überholt? - mit Nina Horaczek

Ein Stehsatz aus dem Politikbetrieb lautet: „Mit Kultur gewinnst du keine Wahlen.“ Doch ausgerechnet rechtspopulistische Parteien von FPÖ bis AfD beweisen das Gegenteil: Sie verbeißen sich in Kulturkampf-Themen und machen die „linke Kunstschickeria“ zum Sinnbild für abgehobene Eliten. Journalistin Nina Horaczek ist profunde Kennerin der Neuen Rechten. In dieser Folge beschreibt sie besorgniserregende politische Muster, die auch für die Kultur gelten.

mit Fabian Burstein · 23. August 2024

#05 Kultursommer Wien: Gesellschaft mit beschränkter politischer Haftung?

Folge 5 · Dauer 14:10 mins

#05 Kultursommer Wien: Gesellschaft mit beschränkter politischer Haftung?

Der Kultursommer Wien bot 2024 hunderte Events bei freiem Eintritt. Klingt auf den ersten Blick vorbehaltlos gut. Aber was ist diese, als GmbH organisierte, Unternehmung „Kultursommer“ eigentlich? Eine Fördermaßnahme der öffentlichen Hand? Oder doch ein privates Kulturunternehmen? Und wie werden in dieser Konstellation Transparenz, Kontrolle und fairer Wettbewerb sichergestellt? Ein Kommentar zur besseren Standortbestimmung.

mit Fabian Burstein · 14. August 2024

#04 Russisches Roulette für die Glaubwürdigkeit der Kultur - mit Axel Brüggemann

Folge 4 · Dauer 52:11 mins

#04 Russisches Roulette für die Glaubwürdigkeit der Kultur - mit Axel Brüggemann

Ob des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine spricht Europa längst von einem neuen "Kalten Krieg" inklusive Sanktionen gegen das Regime in Moskau. Derweil kämpft Österreich mit einem Spionageskandal mitten im Geheimdienstmilieu - und mit Verstrickungen, die weit in den Kulturbetrieb hinreichen. Episodengast Axel Brüggemann, sachkundiger Aufdecker der ersten Stunde, gibt einen Überblick.

mit Fabian Burstein · 09. August 2024

#03 Ist Kultur ein Fall für Investigativjournalismus? - mit Michael Nikbakhsh

Folge 3 · Dauer 1:03:16 mins

#03 Ist Kultur ein Fall für Investigativjournalismus? - mit Michael Nikbakhsh

Eine Sonderfolge in Kooperation mit dem Investigativ-Podcast "Die Dunkelkammer", die der Frage nachgeht: Wie steht es eigentlich um das Verhältnis zwischen Kultur und Journalismus? Obwohl die Kulturszene häufig von Skandalen rund um Machtmissbrauch und Misswirtschaft gebeutelt wird, sind investigative Recherchen aus diesem Bereich unterrepräsentiert. Michael Nikbakhsh und Fabian Burstein suchen Erklärungen zwischen Redaktions- und Kulturmanagement-Alltag. Diese Folge gibt es auch bei https://dunkelkammer.simplecast.com

mit Fabian Burstein · 02. August 2024

#02 Die Buchbranche als vermeintlicher Boys Club - mit Sonja Franzke

Folge 2 · Dauer 43:58 mins

#02 Die Buchbranche als vermeintlicher Boys Club - mit Sonja Franzke

„Das geht nicht“ – mit dieser Ansage auf Facebook lenkte die Buchexpertin Sonja Franzke den Fokus auf eine mächtige kulturelle Branchenvertretung, die sich eine bedenkliche Schieflage im Geschlechterverhältnis leistet. Ist das Buch- und Verlagswesen in veralteten Machtstrukturen stecken geblieben? Eine Branchen-Insiderin spricht in dieser Folge Klartext.

mit Fabian Burstein · 26. Juli 2024

#01 Inklusion als Barriere für den Kulturbetrieb - mit Samuel Koch

Folge 1 · Dauer 46:05 mins

#01 Inklusion als Barriere für den Kulturbetrieb - mit Samuel Koch

Die so genannte „Niederschwelligkeit“ gehört zu den großen Veränderungsversprechen des Kulturbetriebs. Aber wie sieht die Realität auf, hinter und vor der Bühne aus? Mit Samuel Koch ist ein Künstler zu Gast, der sich eigentlich nicht über sein Leben im Rollstuhl definiert - und gerade deshalb eine besonders gewichtige Stimme in der Inklusionsdebatte hat.

mit Fabian Burstein · 12. Juli 2024

#00 Trailer

Folge 0 · Dauer 6:16 mins

#00 Trailer

Ein ungeschönter Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs: Insider Fabian Burstein öffnet in dieser Trailer-Episode erstmals den "Bühneneingang" und gibt einen Vorgeschmack darauf, was die Hörer:innen in seinem Podcast erwartet. Sein Fokus richtet sich auf Machtstrukturen, kulturpolitische Kontroversen und spannende Persönlichkeiten.

mit Fabian Burstein · 04. Juli 2024

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